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Minoriten (Ordo Fratrum Minorum Conventualium OFMConv) Detailansicht

Stichwörter: Minoriten, Minoriten (Ordo Fratrum Minorum Conventualium OFMConv)


Der Orden entstand 1517 aus dem so genannten konventualen Zweig der Franziskaner. Im Lauf des 13. Jahrhunderts hatten die Konvente der ursprünglichen Minderbrüder des hl. Franziskus bereits eine gemäßigte Lebensform angenommen. Die Zahl der Kleriker nahm zu. Die Handarbeit wurde auf die Laienbrüder reduziert. Das „Haus“ (Kloster) durfte nun Besitz erwerben und ständig genießen, sofern das Eigentumsrecht beim Spender verblieb.
Die konventuale Richtung gewann in einem „Armutsstreit“ die Oberhand. Sie dominierte den Orden im 14. Jahrhundert. Ein mächtiger innerer Gegner erwuchs den Konventualen jedoch im 15. Jahrhundert in Gestalt der Observanten. Sie erneuerten die Auseinandersetzung um die Reform. De facto waren die Minderbrüder damit gespalten. Mit der päpstlichen Trennung der franziskanischen Observanten und Konventualen in zwei Orden wurden entsprechend auch die Klarissen und Terziaren des hl. Franziskus in je einen observanten und konventualen Teil geschieden.
Das Ordenskleid der Minoriten besteht aus einem schwarzen Habit mit dem franziskanischen Strick als Gürtel. Sie werden deshalb auch als „schwarze Franziskaner“ bezeichnet.
Literatur: Lexikon für Theologie und Kirche. Begründet von Michael Buchberger. Dritte völlig neu bearbeitete Auflage, hrsg. von Walter Kaspar u.a., Freiburg u.a. 1998, Band 7, Sp. 272-275.

Aus: Klöster in Bayern (www.hdbg.de/kloester)