Stichwörter: Luitpoldinger
Namengeber der Familie für die Geschichtsschreibung ist Markgraf Luitpold. Er fiel an der Spitze eines bayerischen Heers in der Schlacht gegen die Ungarn im Jahr 907. Sein Sohn Arnulf errang vermutlich schon vor dem Tod des letzten ostfränkischen Königs aus dem Geschlecht der Karolinger (911) die Herzogswürde in Bayern. Er regierte bis 937 mit königsähnlicher Macht. Arnulf zog zahlreiche Güter der bayerischen Klöster ein und erhielt deshalb von späteren geistlichen Historikern den Beinamen der Böse.
Literatur: Holzfurtner, Ludwig: Die Luitpoldinger. Der Beginn des hochmittelalterlichen Bayern, in: Die Herrscher Bayerns. 25 historische Porträts von Tassilo III. bis Ludwig III., hrsg. von Alois Schmid und Katharina Weigand, München 2001, S. 43-57;
Reindel, Kurt: Die bayerischen Luitpoldinger 893-989. Sammlung und Erläuterung der Quellen (Quellen und Erörterungen zur bayerischen Geschichte Neue Folgen 11), München 1953.
Aus: Klöster in Bayern (www.hdbg.de/kloester)