Stichwörter: Konzil von Basel, Konzil von Basel, 1431-1449
Von 1431 bis 1449 in Basel tagendes Reformkonzil. Bestimmend für das Bild des Basler Konzils sind die Auseinandersetzungen mit Papst Eugen IV. (reg. 1431-1447) um eine stärker korporativ-kollegiale Struktur der Kirche, die 1438/39 zum offenen Bruch führten. Das Konzil erklärte Eugen IV. zwar für abgesetzt und ernannte mit Felix V. (1383-1451) einen Gegenpast. 1449 löste sich das Konzil selbst auf, nachdem sich im Laufe der 1440er Jahre die meisten deutschen Fürsten und der Kaiser auf die römische Seite gestellt hatten. Die Wittelsbacher spielten in Basel eine wichtige Rolle. Herzog Wilhelm III. von Bayern-München (reg. 1397-1435) war Konzilsprotektor, sein Halbbruder Johannes Grünwalder (gest. 1452), Generalvikar von Freising, wurde vom Konzilpapst Felix V. zum Kardinal erhoben. Die Auseinandersetzungen der bayerischen Teilherzöge untereinander wurden auch vor dem Basler Konzil ausgetragen. Der Münchner Hof unterstützte als einer der letzten das Konzil bis 1448.
Quelle: www.historisches-lexikon-bayerns.de
Aus: Historisches Lexikon Bayerns