Die Glossare des HdBG

Konversen Detailansicht

Stichwörter: Konversen


Die Zisterzienser begannen etwa nach 1115 Laien in ihre Klöster aufzunehmen. Diese Konversen (lateinisch „conversi“ im Sinne von „Bekehrte von der Welt“) lebten als Religiosen im Kloster und durften die Kukulle tragen. Ungeachtet von Noviziat und Profess waren Konversen jedoch keine Mönche. Sie hatten kein Stimmrecht im Konvent. Gebet, Mahlzeiten und Schlafraum waren von den Mönchen getrennt. Nach einer Blüte des Konversentums im 12. Jahrhundert nahm ihre Zahl ab dem 13. Jahrhundert stark ab, da fortan die Bettelorden eine attraktive Alternative darstellten.
Literatur: Lexikon für Theologie und Kirche. Begründet von Michael Buchberger. Dritte völlig neu bearbeitete Auflage, hrsg. von Walter Kaspar u.a., Freiburg u.a. 1997, Band 6, Sp. 337f.;
Schneider, Ambrosius u.a. (Hrsg.): Die Cistercienser. Geschichte, Geist, Kunst, Köln 1974, 3. Auflage 1986, S. 48-53.

Aus: Klöster in Bayern (www.hdbg.de/kloester)