Die Glossare des HdBG

Kommunistische Partei Deutschlands (KPD) Detailansicht

Stichwörter: Kommunistische Partei Deutschlands (KPD)


Die KPD wurde 1918/19 in Berlin gegründet. Gemäß dem Programm von Rosa Luxemburg strebte sie eine einheitliche deutsche sozialistische Republik mit einer Räteverfassung an. In Bayern rief sie im April 1919 die Räterepublik aus. Unter dem Einfluss Ernst Thälmanns richtete sie sich ab Mitte der 1920er Jahre verstärkt an der sowjetrussischen Politik aus. Nach dem Reichstagsbrand von 1933 wurden die Reichstagsmandate der KPD von den Nationalsozialisten annuliert, die Abgeordneten verhaftet. Wenigen Kommunisten gelang während des Dritten Reiches eine kontinuierliche Widerstandsarbeit im Untergrund. 1946 schloss sich die KPD in der DDR gemeinsam mit der Ost-SPD zur Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) zusammen. In Bayern konnte sie ihre Zulassung durch die amerikanische Besatzungsmacht erlangen, verlor aber rasch an Bedeutung. Die KPD war von 1920 bis 1933 im Bayerischen Landtag vertreten, neun Vetreter der Partei waren Mitglieder der Verfassunggebenden Landesversammlung von 1946. In der Bundesrepublik wurde die KPD 1956 verboten.

Quelle: Aus: CD-ROM und Internet-Projekt: Geschichte des bayerischen Parlaments, www.parlament.hdbg.de
Aus: Parlamentarismus