Stichwörter: Kaddisch, Totengebet
(Aram. Heiligtum): Totengebet, das Gott preist. Es wird gewöhnlich von Trauernden - vor allem als Pflicht eines Sohnes für verstorbene Elternteile - nach der Bestattung und im Gedenken an Verstorbene am Jahrestag des Ablebens (Jahrzeit) rezitiert. In der deutschen Übersetzung: "Erhoben und geheiligt werde sein großer Name in der Welt, die Er nach seinem Willen erschaffen, und sein Reiche erstehe in euerem leben und in euern tagen und dem Leben des ganzen Hauses Israel schnell und in naher Zeit; sprechet Amen! / Sein großer Name sei gepriesen in Ewigkeit und Ewigkeit der Ewigkeiten! Gepriesen sei und gerühmt und verherrlicht und erhoben und erhöht und gefeiert und hocherhoben und gepriesen der Name des Heiligen, gelobt sei Er, hoch über jedem Lob und Gesang, Verherrlichung und Trostverheißung, die je in der Welt gesprochen wurde, sprechet Amen! / Fülle des Friedens und leben möge vom Himmel herab uns und ganz Israel zuteil werden; sprechet Amen! / Der Frieden stiftet in seinen Himmelshöhen, stiftet Frieden unter uns und ganz Israel; sprechet Amen! / Der Name des Ewigen sei gepriesen von jetzt an bis in Ewigkeit!
Quelle: Israel Schwierz: Steinerne Zeugnisse jüdischen Lebens in Bayern. Eine Dokumentation. 2. Aufl. München 1992 (= Bayerische Landeszentrale für politische Bildung A85), S. 366. // Christoph Daxelmüller, "Der gute Ort". Jüdische Friedhöfe in Bayern, Augsburg 2009 (Hefte zur Bayerischen Geschichte und Kultur 39), S. 68.
Aus: Jüdisches Leben in Bayern
(hdbg.eu/juedisches_leben)