Stichwörter: Italienzug Konradins, Italienzug Konradins, 1267/68
Der Italienzug Konradins (1252-1268) stellte den vergeblichen Versuch der staufischen Partei dar, ihre Herrschaft im Königreich Sizilien zu behaupten. Sein tragischer Ausgang machte ihn zu einem Angelpunkt im Geschichtsbild gerade der deutschen Nachwelt. Als Sohn König Konrads IV. (reg. 1237-1254) und der Elisabeth von Wittelsbach (1227-1273) stand Konradin unter wittelsbachischer Vormundschaft und fand insbesondere in Herzog Ludwig II. von Bayern (reg. 1253-1294) einen Vertreter seiner Ansprüche. Mit der bayerischen Geschichte ist sein Italienzug durch die Rolle der Wittelsbacher vor und bei dessen Durchführung verbunden. Die Erlangung des staufischen Erbes legte den Grundstock für den bayerischen Teil Schwabens. Für die Gebeine des 1268 hingerichteten Konradin ließ König Maximilian II. von Bayern (reg. 1848-1864) in der Kirche S. Maria del Carmine in Neapel ein neues Grabmal schaffen.
Quelle: www.historisches-lexikon-bayerns.de
Aus: Historisches Lexikon Bayerns