Die Glossare des HdBG

Inklusen Detailansicht

Stichwörter: Inklusen


Auch Reklusen genannt, sind sie eine Sonderform der Eremiten. Männer, häufiger Frauen, ließen sich in einem Raum auf Lebenszeit einschließen, um so eine besondere Intensität der Meditation und der Askese zu erreichen. Inklusen sind bereits für das 8. Jahrhundert überliefert, zumeist lebten sie in einer besonderen Klosterzelle.
Ab dem 13. Jahrhundert erlebte die Bewegung der Inklusinnen ihre Blütezeit. Fromme Frauen ließen sich in einer Zelle bei einer Kirche, oft einer Niederlassung der Bettelorden, nach einer Probezeit freiwillig einmauern. Durch ein Fenster konnten sie an den Gottesdiensten teilnehmen, mit Nahrung versorgt werden und auch mit der Umwelt Kontakt aufnehmen.
Heute besteht theoretisch die Möglichkeit zum Leben als Inkluse nur noch im Orden der Kamaldulenser im Appenin zwischen Florenz und Arezzo (Camalduli) gelegen.
Literatur: Lexikon für Theologie und Kirche. Begründet von Michael Buchberger. Dritte völlig neu bearbeitete Auflage, hrsg. von Walter Kaspar u.a., Freiburg u.a. 1996, Band 5, Sp. 501-502.

Aus: Klöster in Bayern (www.hdbg.de/kloester)