Stichwörter: Igelbund, Igelbund, 1403
Bündnis von Adeligen und Städten des Erzstiftes Salzburg zur Durchsetzung ständischer Forderungen. In Reaktion auf die rigorose Politik der Erzbischöfe Pilgrim II. von Puchheim (reg. 1365-1396) und Gregor Schenk von Osterwitz (reg. 1396-1403) schlossen sich Ritter und Städte unmittelbar nach dem Tod des Erzbischofs Gregor im Mai 1403 zusammen. Die Bezeichnung des Bundes rührt von den an allen Seiten der Bündnisurkunde angebrachten Siegeln her. Ziel war es, die Huldigung des neuen Erzbischofs von der Abstellung der ständischen Beschwerden abhängig zu machen. Der neugewählte Erzbischof Eberhard III. von Neuhaus (reg. 1403-1427) erkannte die Forderung aber nie förmlich an. 1429 erneuerten und erweiterten Adel und Städte das Bündnis - wieder ohne förmlichen Erfolg. Immerhin kam Erzbischof Johann II. von Reisberg (reg. 1429-1441) den Ständen durch eine konziliantere Politik entgegen.
Quelle: www.historisches-lexikon-bayerns.de
Aus: Historisches Lexikon Bayerns