Die Glossare des HdBG

Hohenwaldeck, Herrschaft/Reichsgrafschaft Detailansicht

Stichwörter: Hohenwaldeck, Hohenwaldeck, Herrschaft/Reichsgrafschaft


Reichsunmittelbare Adelsherrschaft, die aus der Vogtei über das bischöflich-freisingische Eigenkloster Schliersee (Lkr. Miesbach) hervorging. Nach Aussterben der Herren von Waldeck, der ehemaligen Vögte, ging das Territorium 1516 an die Herren von Maxlrain über, die bis in den Reichsgrafenrang aufstiegen. Langfristige Konflikte löste der Bischof mit der Wiedergründung des ehemaligen Klosters als Kollegiatstift im Jahr 1141 aus, da die nunmehrige Stiftsvogtei einen Fremdkörper im entstehenden Territorium bilden sollte. Dies machten sich die bayerischen Herzöge zunutze, um dem Streben der Herrschaft nach Reichsunmittelbarkeit entgegenzuarbeiten. Dennoch verfestigten die Maxlrainer Mitte des 16. Jahrhunderts ihre Stellung. Allerdings konnte der Herzog die Herrschaft eng an sich binden. Sie ging 1734 an Bayern über. Zentralort war der Markt Miesbach, wo seit dem frühen 15. Jahrhundert die Verwaltung saß.

Quelle: www.historisches-lexikon-bayerns.de
Aus: Historisches Lexikon Bayerns