Stichwörter: Hirsau
Das Benediktinerkloster im Schwarzwald wurde um 830 gegründet. Im Investiturstreit stand die Abtei auf Seiten des Papsttums und wurde dafür im Jahr 1075 von Papst Gregor VII. von allen Abhängigkeiten befreit. Hirsau stand den Reformideen von Cluny nahe, entwickelte jedoch eine eigene Bewegung, der sich mehr als 100 Klöster anschlossen, ohne jedoch eine Kongregation zu bilden. Zu den Kernpunkten der Hirsauer Reform gehörte die Ablehnung der Eigenklöster und der Laieninvestitur, das heißt der Einsetzung in geistliche Ämter durch weltliche Herren. Im Gegensatz zu Cluny, hierin ähnlich den Zisterziensern, forderte die Hirsauer Reform eine Rückkehr des Kirchenbaus zu einfachen Formen.
Literatur: Ambrosius Schneider u.a. (Hrsg.): Die Zisterzienser. Geschichte Geist Kunst, Köln 1974, 3. Auflage 1986, S. 16-17.
Aus: Klöster in Bayern (www.hdbg.de/kloester)
Mittelalterliches Reformkloster in Südwürttemberg. Die Klosterkirche St. Peter und Paul (1082/92), deren Raumordnung den besonderen liturgischen Bedürfnissen des Reformordens angepasst war, galt als Vorbild für viele andere von der
Aus: Menschenbilder