Stichwörter: Hieronymiten
In den Bergen von Urbino entstand im späten 14. Jahrhundert eine Gemeinschaft von Eremiten. Unter der geistlichen Führung des sel. Pietro Pisano (1355-1435) bildete sich daraus ein Orden nach dem Vorbild des hl. Hieronymus. Die endgültige Regel wurde erst 1444 aufgestellt. Es war eine Mischung aus den Regeln des hl. Augustinus, des hl. Franziskus und den Schriften des hl. Hieronymus. Die streng und bescheiden lebenden Mönche erlebten eine gewisse Blüte auch außerhalb Italiens, beispielsweise im deutschen Sprachraum, ab dem späten 17. Jahrhundert.
Im Gegensatz zu diesem kleinen italienischen Orden, der 1933 vom Papst aufgelöst wurde, gibt es noch heute einen zweiten spanischen Hieronymitenorden, der die Gunst der spanischen Könige genoss. Er entstand bereits um 1350, war jedoch nie in Deutschland tätig.
Literatur: Lexikon für Theologie und Kirche. Begründet von Michael Buchberger. Dritte völlig neu bearbeitete Auflage, hrsg. von Walter Kaspar u.a., Freiburg u.a. 1996, Band 5, Sp. 89f.
Aus: Klöster in Bayern (www.hdbg.de/kloester)