Stichwörter: Getreidebau, Getreidebau (bis 1800)
Mit dem Anwachsen der Bevölkerung nach der Völkerwanderungszeit wurde der Getreidebau ausgeweitet. Während bis zum Ende der Steinzeit Einkorn und Emmer vorherrschten, dominierten bis in die Römerzeit Dinkel und Gerste. Seit dem frühen Mittelalter war Roggen das Hauptgetreide. Bereits in der Steinzeit wurden die Werkzeuge für den Getreideanbau in ihren Grundzügen entwickelt: Pflug, Sichel bzw. Sense und Dreschflegel. Auf die Urwechselwirtschaft folgten im Mittelalter die stärker geregelten Formen der Egart- und Dreifelderwirtschaft. Mit dem Einzug der Fruchtwechselwirtschaft Ende des 18. Jahrhunderts endete die Vorrangstellung des Getreides im Ackerbau. Die Produktion für den Markt stand in der Regel hinter der Selbstversorgung zurück. Dennoch bildete sich über das Land ein Netz an Getreidehandelsplätzen aus; die Preise beeinflussten wesentlich das vormoderne Preisgefüge.
Quelle: www.historisches-lexikon-bayerns.de
Aus: Historisches Lexikon Bayerns