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Geistliches Lied (Mittelalter) Detailansicht

Stichwörter: Geistliches Lied, Geistliches Lied (Mittelalter)


Mittelalterliche geistliche Lieder sind volkssprachliche Gesänge, die beim Gottesdienst oder bei Andachten gesungen wurden, ohne aber einen festen Platz in der lateinischsprachigen Liturgie zu besitzen. Typischerweise erklangen sie bei Predigten, bei Wallfahrten oder zu besonderen Andachten im Weihnachts- und Osterfestkreis. Da sie häufig mit einer Eleison-Akklamation enden, werden geistliche Lieder auch als "Leis" bezeichnet. Das älteste bekannte Beispiel eines geistlichen Lieds aus Bayern ist das Freisinger Petruslied (10. Jahrhundert). Früh bezeugt sind auch "Christ ist erstanden" (12. Jahrhundert) und "Nun bitten wir den heiligen Geist".

Quelle: www.historisches-lexikon-bayerns.de
Aus: Historisches Lexikon Bayerns