Die Glossare des HdBG

Fränkisches Volksblatt Detailansicht

Stichwörter: Fränkisches Volksblatt


Das Fränkische Volksblatt wurde 1868 als regionale katholische Tageszeitung für den Raum Unterfranken gegründet und unterstützte die Ziele der 1869 entstandenen konservativ-katholischen Bayerischen Patriotenpartei. Für einen klar am Zentrum und der BVP orientierten Kurs sorgte vor allem der 1903-1925 amtierende Chefredakteur Liborius Gerstenberger (1864-1925). Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten ständigen Schikanen ausgesetzt, verlor das Volksblatt 1936 durch die Unterstellung unter die Phoenix GmbH seine Selbständigkeit und wurde schließlich am 1. April 1943 eingestellt. Ab 1. April 1952 erschien die Zeitung wieder. 1971 wurde sie im Rahmen des "Würzburger Kooperationsmodells" der "Volksblatt Verlagsgesellschaft" angegliedert, die sich mehrheitlich in Händen der Eigentümer der Konkurrenzzeitung "Main-Post" befand. Seit 2004 erscheint das Volksblatt als Tageszeitung der Mediengruppe Main-Post.

Quelle: www.historisches-lexikon-bayerns.de
Aus: Historisches Lexikon Bayerns