Die Glossare des HdBG

Doppelkloster Detailansicht

Stichwörter: Doppelkloster


Architektonisch die Vereinigung je einer männlichen und weiblichen Klostergemeinschaft in einer gemeinsamen Anlage, jedoch bei strikter baulicher Trennung in zwei Klausurbereiche.
Funktional und rechtlich existierten zahlreiche Varianten. Echte Doppelklöster werden für das frühe Mittelalter als relativ zahlreich vermutet. Eine erneute Blüte erlebte das Phänomen vorübergehend im 11. und 12. Jahrhundert, auch bei den Prämonstratensern. Bei den Zisterziensern waren Doppelklöster strikt verboten. Ein Zentralelement für das Ordensleben spielte das Doppelkloster hingegen bei den Birgitten.
Literatur: Lexikon für Theologie und Kirche. Begründet von Michael Buchberger. Dritte völlig neu bearbeitete Auflage, hrsg. von Walter Kaspar u.a., Freiburg u.a. 1995, Band 3, Sp. 338f.;
Schneider, Ambrosius u.a. (Hrsg.): Die Zisterzienser. Geschichte – Geist – Kunst., Köln 1974, 3. Auflage 1986, S. 318f.

Aus: Klöster in Bayern (www.hdbg.de/kloester)