Die Glossare des HdBG

Donau-Zeitung Detailansicht

Stichwörter: Donau-Zeitung


Die in Passau erscheinende Donau-Zeitung ging 1847 aus der Vereinigung des um 1785/1790 gegründeten "Kurriers an der Donau" mit der Zeitung "Passavia" hervor. In ihrer Jahrgangszählung führte sich die Zeitung aber auf das Jahr 1791 zurück. Bereits in ihren Anfängen katholisch geprägt, wandelte sich die "Donau-Zeitung" unter dem Redakteur und Verleger Joseph Bucher (1838-1909, Eigentümer 1856-1889) zu einem Organ der bayerischen Patriotenpartei und des politischen Katholizismus. Gleichzeitig wurde sie zur wichtigsten Tageszeitung Passaus und des östlichen Niederbayerns. 1889 ging sie an die von einflussreichen Katholiken gegründete "Passavia AG" über, welche die "Donau-Zeitung" im Zuge des Vorgehens der Nationalsozialisten gegen die konfessionelle Presse 1935 verkaufen musste. 1938 übernahm der "Gauverlag Bayerische Ostmark" die "Donau-Zeitung" und gliederte sie der in Bayreuth erscheinenden Zeitung "Bayerische Ostmark" als bis 1945 erscheinende Lokalausgabe ein. Aufgrund der amerikanischen Pressepolitik konnte die Passavia AG die "Donau-Zeitung" erst 1952 wieder herausgeben, doch konnte das traditionsreiche Blatt sich gegen die bereits etablierte Konkurrenz der "Passauer Neuen Presse" nur ein Jahr halten.

Quelle: www.historisches-lexikon-bayerns.de
Aus: Historisches Lexikon Bayerns