Die Glossare des HdBG

Dominikanerinnen (Moniales Ordo Praedicatorum) Detailansicht

Stichwörter: Dominikanerinnen, Dominikanerinnen (Moniales Ordo Praedicatorum)


Der zweite Orden der Dominikaner entstand noch zu Lebzeiten des hl. Dominikus zunächst in Südfrankreich und Italien. Das Ideal eines gemeinsamen Lebens in Kontemplation und Klausur stieß bei vielen Frauen im Hochmittelalter auf großes Interesse. Die Ordensleitung hingegen gestattete erst 1267 die endgültige Aufnahme der Frauenklöster in den Orden. Ein Problem mit dem Leitbild der männlichen Bettelorden war der reiche Besitz der „Moniales“ infolge zahlreicher Stiftungen. Die Dominikanerinnen entstammten oft dem Adel oder den städtischen Oberschichten. Bereits in der Reformationszeit wurden zahlreiche Konvente aufgehoben. Siehe auch: Dritter Orden und Terziaren
Literatur: Lexikon für Theologie und Kirche. Begründet von Michael Buchberger. Dritte völlig neu bearbeitete Auflage, hrsg. von Walter Kaspar u.a., Freiburg u.a. 1995, Band 3, Sp. 315f.

Aus: Klöster in Bayern (www.hdbg.de/kloester)