Die Glossare des HdBG

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Stichwörter: Cluny


Die Abtei in Burgund wurde 910 gegründet. Sie erhielt bereits Ende des 10. Jahrhunderts das Privileg ausschließlich dem Papst zu unterstehen. Der mehrere hundert Mönche zählende Konvent errichtete für sich bis 1130 den größten Kirchenraum des Mittelalters.
Die Benediktiner von Cluny schufen eine äußerst wirkmächtige Reformbewegung, in deren Mittelpunkt das Chorgebet und die Liturgie standen. Das cluniazenische Modell wurde von zahlreichen Klöstern angenommen, die sich damit entgegen dem Leitbild der Benediktiner zentral dem Abt von Cluny unterordneten. Die Kongregation von Cluny zählte im 12. Jahrhundert fast 1500 Klöster. Die Blütezeit von Cluny und sein Einfluss endeten im Hochmittelalter. Vor allem der neue Orden der Zisterzienser übte heftige Kritik an der Prachtentfaltung und dem luxuriösen Lebensstil der Mönche von Cluny. Die umfangreiche Klosteranlage wurde nach der Französischen Revolution fast völlig zerstört.
Literatur: Lexikon für Theologie und Kirche. Begründet von Michael Buchberger. Dritte völlig neu bearbeitete Auflage, hrsg. von Walter Kaspar u.a., Freiburg u.a. 1994, Band 2, Sp. 1237-1238;
Schneider, Ambrosius u.a. (Hrsg.): Die Zisterzienser. Geschichte – Geist – Kunst, Köln 1974, 3. Auflage 1986, S. 15-17.

Aus: Klöster in Bayern (www.hdbg.de/kloester)