Die Glossare des HdBG

Bürgermeistermedaille Detailansicht

Stichwörter: Bürgermeistermedaille


An einer Kette oder einem Band um den Hals getragene Medaille als Dienstzeichen und Amtsinsignie des Bürgermeisters. Die Medaille zeigte auf einer Seite das Bildnis des Königs, nach 1918 das kleine bayerische Staatswappen, auf der anderen das Wappen der Gemeinde oder, wenn kein Wappen geführt wurde, nur den Namen der Gemeinde. Die Bürgermeistermedaille symbolisierte die Delegation von Staatsaufgaben an die Gemeinden durch die Gemeindeedikte von 1808 und 1818. Der Bürgermeister als Repräsentant der kommunalen Verwaltungsebene demonstrierte mit dem Tragen der Medaille seine Verbundenheit mit dem bayerischen Staat. Schon das Gemeindeedikt von 1808 ordnete in § 102 das Tragen einer kleinen silbernen Medaille mit dem Brustbild des Königs an einem weiß-blauen Bande am Hals an. Die Umsetzung erfolgte erst nach 1818. Fein abgestuft nach dem Status des Gemeinwesens (Städte I. bis III. Klasse, Märkte und Ruralgemeinden) wurden vom Hauptmünzamt München goldene und silberne Bürgermeistermedaillen mit Ketten, Bändern oder Schnüren hergestellt, die auf der Rückseite das Gemeindewappen trugen.

Quelle: Aus: Bayerns Gemeinden - Geschichte - Wappen - Links
Aus: Wappen