Die Glossare des HdBG

Birett Detailansicht

Stichwörter: Birett


Ursprünglich eine kleine Kopfbedeckung aus Wollstoff (lateinisch „biretum“), die in der Antike unter dem Kapuzenmantel (lateinisch „birrus“) getragen wurde. Diese alte Form eines Scheitelkäppchens besteht heute noch fort im so genannten Pileus.
Ab dem 15. Jahrhundert gewann das Birett zunehmend die Größe eines krempenlosen Hutes mit mehreren bogenförmigen Aufsätzen. Bei den Chorherren ersetzte es die Pelzhaube des Almutium. So wird auch der hl. Johannes Nepomuk mit dem Birett dargestellt.
Die Kardinäle trugen das Birett in Rot, die Bischöfe und Prälaten in Violett, jedoch die Äbte der Zisterzienser und Prämonstratenser in Weiß. Ansonsten ist das Birett schwarz. Es kann heute noch getragen werden, ist aber immer weniger verbreitet.
Literatur: Lexikon für Theologie und Kirche. Begründet von Michael Buchberger. Dritte völlig neu bearbeitete Auflage, hrsg. von Walter Kaspar u.a., Freiburg u.a. 1994, Band 2, Sp. 478.

Aus: Klöster in Bayern (www.hdbg.de/kloester)

Liturgische Kopfbedeckung der katholischen Kleriker. Dabei hängt die Farbe vom jeweiligen Rang des Klerikers ab (Rot für Kardinäle, Violett für Bischöfe und Prälaten, Schwarz für die übrigen Kleriker).

Aus: Menschenbilder