Die Glossare des HdBG

Beziehungen zu Tirol (Spätmittelalter) Detailansicht

Stichwörter: Beziehungen zu Tirol, Beziehungen zu Tirol (Spätmittelalter)


Tirol löste sich vom 11. bis zum 13. Jahrhundert vom bayerischen Stammesherzogtum. In der Folge rivalisierten vor allem Wittelsbacher und Habsburger um das strategisch und wirtschaftlich wichtige Land (14. und 15. Jahrhundert). Die Habsburger erwiesen sich als stärkere Kraft. Erfolglos versuchten die Wittelsbacher mit vielgestaltigen Mitteln der Reichs-, Heirats- und Finanzpolitik sowie unter Einsatz kriegerischer Mittel, Tirol zurückzugewinnen. Sie konnten in Tirol keinen tragfähigen Rückhalt gewinnen und scheiterten auch am eigenen Selbstbewusstsein des Landes. Im Bereich der Kultur überwogen stets die Gemeinsamkeiten, die aus den engen Verbindungen der Länder herrührten. Die wirtschaftliche Verflechtung war intensiv; beide Seiten waren am Funktionieren der überregionalen Verkehrswege interessiert, vor allem in den oberitalienischen Raum.

Quelle: www.historisches-lexikon-bayerns.de
Aus: Historisches Lexikon Bayerns