Stichwörter: Bevölkerungsentwicklung, Bevölkerungsentwicklung (19./20. Jahrhundert)
Die Bevölkerung im Raum des heutigen Bayerns verdreifachte sich zwischen 1840 und 2004 und nahm damit von 3,8 Mio. auf 12,4 Mio. zu. Bis 1939 lag das Bevölkerungswachstum Bayerns aufgrund der verspäteten und schwächeren Industrialisierung unter dem deutschen Durchschnitt. Ab 1939 wies Bayern überdurchschnittliche Zuwachsraten auf, ab 1961 verstärkte sich dieser bis heute anhaltende Trend. Am stärksten wuchsen 1840-2004 die kreisfreien Städte, allen voran München, weniger Nürnberg, Augsburg und Aschaffenburg. Vor allem in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts verlagerte sich der Zuwachs in den suburbanen Bereich, also in die zentrennahen Landkreise. Unterdurchschnittliches Wachstum wiesen von 1840 bis 2004 Landkreise in peripherer Lage auf, vor allem in Franken, Schwaben und der Oberpfalz, wobei Westmittelfranken bis 1939 sogar einen leichten Bevölkerungsrückgang verzeichnete. In Nordostoberfranken, dessen Bevölkerung infolge dezentraler Industrialisierung 1840-1939 zunahm, geht die Bevölkerung seit Anfang der 1960er Jahre zurück. Gegen den Trend wuchs die Bevölkerung in den südlich von München gelegenen Alpenlandkreisen.
Quelle: www.historisches-lexikon-bayerns.de
Aus: Historisches Lexikon Bayerns