Stichwörter: Beschneidung
(hebr. Berit Mila, med. Zirkumzision): Zentrales Gebot der Tora. Männliche Juden wird am achten Tag ihres Lebens in der Synagoge die Vorhaut am Penis von einem Beschneider (hebr. Mohel) entfernt, der hierfür chirurgisch und religiös ausgebildet ist. Dadurch werden die Jungen in den Bund (hebr. b'rit) Gottes mit Abraham und dessen Nachfahren aufgenommen, außerdem erhalten sie bei dieser Zeremonie ihren Namen. Im Christentum wurde die Beschneidung von der Taufe nach dem Vorbild Jesu im Fluss Jordan abgelöst, im Islam ist sie eine "nachahmenswerte Tradition" (Sunna) und wird daher allgemein praktiziert.
Quelle: Germanisches Nationalmuseum Nürnberg / Bernward Deneke u.a. (Hg.): Siehe der Stein schreit aus der Mauer. Geschichte und Kultur der Juden in Bayern. Nürnberg 1988, S. 511.
Aus: Jüdisches Leben in Bayern
(hdbg.eu/juedisches_leben)