Stichwörter: Beginen
Im 13. Jahrhundert ursprünglich als Spottname gebräuchlich und etymologisch nicht geklärt. Ab dem 12. Jahrhundert entwickelte sich, zunächst vor allem in den Städten Flanderns und Nordfrankreichs, dann auch in Deutschland, eine religiöse Frauenbewegung. Zunächst ohne geistlichen und rechtlichen Schutz, lebten diese weiblichen Gemeinschaften ein zölibatäres Leben in Armut und Gebet. Ihren Lebensunterhalt verdienten sie sich oft als Textilarbeiterinnen oder Wäscherinnen. Im 15. Jahrhundert wechselten viele Beginenhäuser in die Dritten Orden der Mendikanten.
Literatur: Lexikon für Theologie und Kirche. Begründet von Michael Buchberger. Dritte völlig neu bearbeitete Auflage, hrsg. von Walter Kaspar u.a., Freiburg u.a. 1994, Band 2, Sp. 144-146.
Aus: Klöster in Bayern (www.hdbg.de/kloester)