Stichwörter: Bayerische Ostmark, Bayerische Ostmark, 1933-1945
Nach dem Ersten Weltkrieg eingeführte Bezeichnung für Niederbayern, Oberpfalz und Oberfranken, die namensgebend für den 1933 gebildeten NS-Gau "Bayerische Ostmark" wurde. Der früh- und hochmittelalterliche Begriff der "Mark" als wehrhafter Grenzregion wurde im 19. Jahrhundert unter nationalistischen Vorzeichen wieder aufgegriffen und nach 1918 für das wirtschaftlich schwache Ostbayern verwendet, das man durch die neu gegründete Tschechoslowakei bedroht sah. Der oberfränkische Gauleiter und Reichswalter des Nationalsozialistischen Deutschen Lehrerbundes (NSLB), Hans Schemm (1891-1935), konnte 1933 die Gründung des NS-Gaus "Bayerische Ostmark" durchsetzen. Gauhauptstadt wurde Bayreuth, die gleichzeitig auch Sitz des NSLB war. Schemm und die Gauleitung entfalteten in den folgenden Jahren große Initiativen, um das "Ostmarkbewusstsein" zu fördern (Ostmarklied, Ostmarkstraße, Ostmarkverlag). 1942 wurde der Gau, der infolge der NS-Eroberungspolitik nicht mehr im Grenzgebiet lag, in "Gau Bayreuth" umbenannt. Nach 1945 verschwand der Kunstbegriff "Bayerische Ostmark" weitgehend.
Quelle: www.historisches-lexikon-bayerns.de
Aus: Historisches Lexikon Bayerns