Die Glossare des HdBG

Bayerische Dokumente zum Kriegsausbruch und zum Versailler Schuldspruch, 1922 Detailansicht

Stichwörter: Bayerische Dokumente zum Kriegsausbruch und zum Versailler Schuldspruch, Bayerische Dokumente zum Kriegsausbruch und zum Versailler Schuldspruch, 1922


In der Debatte um die Schuld am Ausbruch des Ersten Weltkriegs spielten Dokumente der bayerischen Gesandtschaften eine zentrale Rolle. Bereits im November 1918 ließ Ministerpräsident Kurt Eisner (USPD, 1867-1919) Unterlagen der auswärtigen Vertretung in Berlin veröffentlichen, die die Spitzen von Staat und Militär in Deutschland massiv belasteten. Nach seinem Tod gelangte durch Vermittlung Felix Fechenbachs (1894-1933) das sog. Ritter-Telegramm in die ausländische Presse, wodurch auch das Papsttum in Misskredit geriet. Diese Veröffentlichungen zogen Publikationen des bürgerlichen Lagers nach sich. 1922 erschien im Auftrag des Bayerischen Landtags eine umfangreiche Zusammenstellung, die Eisner eine Verfälschung der Dokumente nachweisen und so die Unschuld Deutschlands unter Beweis stellen sollte.

Quelle: www.historisches-lexikon-bayerns.de
Aus: Historisches Lexikon Bayerns