Stichwörter: Bayerisch-Patriotischer Bauernverein Tuntenhausen, Bayerisch-Patriotischer Bauernverein Tuntenhausen, 1869-1933
In der bayerisch-patriotischen Bewegung formierte sich 1868/69 das katholisch-konservative Element erstmals als mehrheitsfähige Sammlungspartei. Allgemeinpolitische Ziele verbanden sich in ihr mit den wirtschaftlich-sozialen Interessen des agrarischen und kleinstädtischen Mittelstands, auf der Basis einer klaren konfessionellen Orientierung. Der in diesem Kontext im Marienwallfahrtsort Tuntenhausen (Lkr. Rosenheim), einem religiösen Zentrum Oberbayerns, 1869 entstandene Bauernverein gewann dank enger personeller Verbindungen zur Führungsriege der Bayerischen Patrioten- bzw. Zentrumspartei, nach 1918 zur Bayerischen Volkspartei (BVP) alsbald überregionale Bedeutung. Seine jährlichen Generalversammlungen bildeten bis 1933 ein häufig landesweit beachtetes Forum für die öffentliche Vermittlung katholisch-konservativer Politik.
Quelle: www.historisches-lexikon-bayerns.de
Aus: Historisches Lexikon Bayerns