Salomon Haas hatte Bayern im Jahr 1844 verlassen und begann im US-Bundesstaat Illinois als Hausierer. "Wie so viele bayerische Juden war [er] ein Kaufmann par excellence" (Martin Abraham Meyer). Mit seinem ersparten Geld gründete er Warenhäuser in Mississippi und Alabama. Während des Goldrauschs zog Haas nach Kalifornien und ließ sich 1853 in San Francisco nieder. Dort wirkte er viele Jahre als Schatzmeister der 1854 gegründeten, bayerisch geprägten Reformgemeinde "Congregation Emanu-El". Auch die University of California in Berkley profitierte von seiner finanziellen Unterstützung. Am 8. November 1857 heiratete er Juliane Rosenfeld, Tochter von Feisel und Libesch Rosenfeld. Aus der Ehe gingen drei Kinder hervor: Louis, Friedrich (Fred) und Nellie. Salomon Haas öffnete Büros in Virginia City und Yokohama, erkannte dort die wachsende Nachfrage nach europäischem Bier und gründete 1869 gemeinsam mit seinem Schwager Julius Rosenfeld (?–1910) neben dem Bahnhof Yamate die erste Brauerei in Japan. Diese "Japan Yokohama Brewery" produzierte bis 1874 und musste dann den Betrieb einstellen. Nachkommen der Familie Haas besitzen heute die Aktienmehrheit an der Jeansmarke "Levi Strauss". (Patrick Charell)
Literatur
- Martin Abraham Meyer / Congregation Emanu-El San Francisco (Hg.): Western Jewry (The Jews of California). An account of the achievements of the Jews and Judaism in California, including eulogies and biographies. San Francisco 1916, S. 100f.
Weiterführende Links
Quellen
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