geboren: 27.02.1888,
Wien
gestorben: 19.06.1963,
Rotterdam
Wirkungsort:
Wien | München | Amsterdam | Barcelona | Rotterdam
Richard Kohn nahm den Namen "Dombi" in seiner Zeit beim MTK Budapest an. Der Begriff war eine Ableitung des ungarischen Wortes ‚Domb‘ und stand für kleine Hoheit oder Eminenz. Zwischen 1908 und 1912 wurde Dombi sechs Mal in das österreichische Nationalteam berufen. Seine Trainerlaufbahn begann Dombi bei Hertha BSC in Berlin. Dombi zog aber zunächst rasch weiter nach Zagreb und ein Jahr später nach Wien, bevor er in der Saison 1926/27 vom FC Barcelona abgeworben wurde. 1928 kehrte er nach Deutschland zurück und rettete Stuttgart vor dem Abstieg. Weitere Stationen waren der TSV 1860 München (1928/29) sowie der VfR Mannheim (1929/30). Seit Mitte 1930 betreute Dombi den FC Bayern München und führte ihn im Juni 1932 zum ersten Mal in das Finale um die Deutsche Meisterschaft. Doch nur ein knappes Jahr später, im September 1933, musste Richard Dombi den NS-Staat verlassen. Er ging zum FC Barcelona zurück und wechselte wenige Monate später zum FC Basel. Von 1935-1939 trainierte er den FC Feyenoord Rotterdam und gewann mit ihm 1936 und 1938 die niederländische Meisterschaft. Den Einmarsch deutscher Truppen überlebte Dombi wahrscheinlich durch seine Heirat mit einer Christin. Nach dem Ende des Weltkriegs übernahm er noch zwei weitere Male das Traineramt in Rotterdam und rettete den Verein 1954 vor dem Abstieg. Richard Dombi verstarb nach langer Krankheit in den Niederlanden. 1997 wurde in Rotterdam eine Straße nach ihm Richard Dombistraat benannt. (nach der Biografie von Lorenz Pfeiffer und Henry Wahlig, DFB-Stiftung Deutsches Fußballmuseum)
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Quellen
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