geboren: 22.03.1899,
Lüben/Schlesien (heute Polen)
gestorben: 02.10.1991,
München
Studium an den Universitäten Breslau und Innsbruck. 1923 Promotion zum Dr. phil. mit einer Arbeit zum 'Begriff des Symbolischen in der deutschen Ästhetik bis Schiller'. Anschließend Studium der Klassischen Philologie sowie Bearbeitung von Eislers 'Kant-Lexikon' im Auftrag der Kant-Gesellschaft. 1930 Habilitation für Philosophie. 1935 Entzug der Lehrbefugnis durch die Nationalsozialistischen Behörden. 1937 Emigration in die USA. Lehrtätigkeit als Gastprofessor an der University of North Carolina in Chapel Hill. 1940 ao., 1942 o. Professor der Philosophie, 1947 Inhaber des Emory-Lehrstuhls an der University of Georgia in Atlanta. Daneben politische Betätigung u. a. als Vortragsredner vor deutschen Kriegsgefangenen. 1949 als o. Professor der Philosophie an der Universität Erlangen Rückkehr nach Deutschland. 1953-66 o. Professor der Philosophie an der Universität München, 1953-57 zusätzlich Direktor des dortigen Instituts für Amerikanistik. 1961-71 außerdem Rektor der Münchner Hochschule für Politische Wissenschaften. Beschäftigung v. a. mit der Philosophie der Alten Griechen, mit Problemen der Ästhetik, Metaphysik und politischen Philosophie. Herausgeber der Zeitschrift 'Epimeleia. Beiträge zur Philosophie', Mitherausgeber der 'Zeitschrift für Politik', der 'Philosophischen Rundschau' und der 'Zeitschrift für Philosophische Forschung'. Zahlreiche Veröffentlichungen, darunter: 'Sokrates. Ein Versuch über den Ursprung der Metaphysik' (1934, 2. Aufl. 1959), 'Wesen und Wirken des Kunstwerks' (1960), 'Schriften zur Ästhetik' (1966, hg. und Nachwort von W. Henckmann) und 'Der Staat' (1967). Anerkannt als einer der wichtigsten Erneuerer der Philosophie, insbesondere der Politischen Philosophie in Deutschland nach 1945.