Biografien
Menschen aus Bayern

Ludwig Andreas Feuerbach Philosoph

geboren: 28.07.1804, Landshut
gestorben: 14.09.1872, Rechenberg

  • Sohn des Strafrechtlers Johann Anselm von Feuerbach
  • Gymnasium in Ansbach
  • Studium der Philosophie und Theologie in Erlangen, Heidelberg und Berlin (bei Georg Friedrich Wilhelm Hegel)
  • 1828 Promotion und Habilitation in Philosophie in Erlangen mit der Schrift "De infinitate, unitate atque communitate rationis"
  • 1829-1837 Vorlesungen über Logik, Metaphysik sowie zur Geschichte der Philosophie
  • 1830 Veröffentlichung der materialistischen Streitschrift "Gedanken über Tod und Unsterblichkeit", das Kritik am Jenseitsglauben des Christentums übt und die Auferstehung der Seelen bestreitet; Bemühungen um eine Professur scheitern endgültig, als seine Urheberschaft an dem anonym veröffentlichten Werk bekannt wird. 
  • 1837 Rückzug von der universitären Lehre, Rückzug auf Schloss Bruckberg bei Ansbach, wo er als Privatier und freischaffender Schriftsteller mit seiner Frau, der Mitbesitzerin einer Porzellanfabrik, lebt
  • 1841-1843 Veröffentlichung der Hauptwerke "Das Wesen des Christentums" und "Grundsätze der Philosophie der Zukunft", worin jeweils zu einer Verwirklichung der christlichen Heilslehre allein im Diesseits aufgerufen wird
  • 1848 auf Einladung von Studenten Vorlesungen in Heidelberg über das Wesen der Religion
  • 1860 Bankrott der Porzellanfabrik seiner Frau, Umzug in ein bäuerliches Anwesen auf dem Rechenberg bei Nürnberg, Verarmung; Unterstützung durch zahlreiche Gönner, auch durch die Nürnberger Sozialdemokratie. In seinem uUmfangreichen philosophischen Werk entwickelte sich der ehemalige Hegelianer seit 1841 zunehmend zum Vorkämpfer des modernen Materialismus und entschiedenem Kritiker von Christentum und Religion.
  • Werke (Auswahl): Geschichte der neueren Philosophie von Bacon bis Spinoza (1833), Darstellung, Entwicklung und Kritik der Leibnizschen Philosophie (1838), Pierre Bayle (1838), Zur Kritik der hegelschen Philosophie (1839), Thesen zur Reformation der Philosophie (1842), Quellen des klassischen, hebräischen und christlichen Altertums (1857)