geboren: 01.02.1833,
Diespeck
gestorben: 17.03.1894,
San Francisco
Wirkungsort:
St. Louis | San Francisco
Julius Baum sich mit 16 Jahren in St. Louis, Missouri nieder, folgte jedoch später dem Ruf des Westens und zog 1852 nach San Francisco. Baum wurde Gründungsmitglied der überwiegend deutschsprachigen, reformorientierten Kultusgemeinde (Congregation) Emanu-El und ein sehr erfolgreicher, aber auch sozial engagierter Unternehmer. Unter anderem gehörte er zu den Mäzenen der Eureka Benevolent Society, einer philanthropischen Gesellschaft mit vielen wohlhabenden jüdischen Mitgliedern. Aus der 1864 geschlossenen Ehe mit Clara Waller gingen sechs Kinder hervor, zusätzlich adoptierte das Ehepaar zwei verwaiste Neffen. Die Geschichte der Kabelstraßenbahn – einem bekannten Wahrzeichen von San Francisco – ist mit seiner Biografie verknüpft: Baum war unter anderem auch Vizepräsident der Sutter Street Railway, einer privat geführten Straßenbahnlinie. Sie wurde unter seiner Ägide beständig ausgebaut und erweitert, jedoch 1902 von der United Railways of San Francisco übernommen. Gegen Ende seines Lebens zählte Julius Baum zu den reichsten Menschen in Kalifornien. Er ruht auf dem Home of Peace Cemetery in Colma. (Patrick Charell)
Bilder
Literatur
- Martin Abraham Meyer / Congregation Emanu-El San Francisco (Hg.): Western Jewry (The Jews of California). An account of the achievements of the Jews and Judaism in California, including eulogies and biographies. San Francisco 1916, S. 77f.
Weiterführende Links
Quellen
GND: nicht verfügbar