Tochter von Kaiser Friedrich III. und Eleonore von Portugal, Schwester von Maximilian I.; seit 1487 verheiratet mit Herzog Albrecht IV. von Bayern.
Kunigunde, die ohne Einwilligung ihres Vaters Albrecht IV. von Bayern geheiratet hatte, trat nach dessen Tod 1512 in das Püttrich-Kloster in München ein. Trotzdem nahm sie weiterhin aktiv an der Politik ihrer Söhne teil, wie ihr Engagement für die Mitregentschaft Ludwigs zeigt, die sie mit Hilfe der Stände bei Wilhelm V. durchsetzen konnte.
Als Kunigunde zwei Jahre alt war, starb ihre Mutter, Eleonore von Portugal. Da der Kaiser in einen Konflikt mit dem ungarischen König Matthias Corvinus geraten war, empfand er Wien als zu riskanten Aufenthaltsort für seine Tochter und schickte Kunigunde deshalb 1480 nach Graz, was sich wiederum bald als zu gefährlich herausstellte. Schließlich kam Kunigunde nach Innsbruck in die Obhut von Erzherzog Sigmund von Tirol. Sigmund, kinderlos und hoch verschuldet, wurde von den bayerischen Herzögen Albrecht IV. und Georg finanziell unterstützt, da diese auf eine Überschreibung Tirols spekulierten. Um dieses Vorhaben zu forcieren, heiratete Albrecht am 3.1.1487 Kunigunde in Innsbruck, nur mit der Einwilligung Sigmunds und Maximilians, dem Bruder Kunigundes, jedoch ohne die Zustimmung des Kaisers. Kurz darauf zogen die Vermählten feierlich in München ein. (Die Spannungen die sich aufgrund dieser Heirat zwischen Albrecht und Friedrich erheblich vergrößert hatten, konnten erst 1492 durch die Vermittlung Maximilans beigelegt werden, wenngleich dies für Albrecht den Verlust Tirols und Regensburgs bedeutete.)
Aus der Ehe Kunigundes, die seither am Münchner Hof lebte, mit Albrecht gingen sieben Kinder hervor, darunter die drei Söhne Wilhelm IV., Ludwig X. und Ernst (später Administrator von Passau und Salzburg). Als nach dem Tod Albrechts 1508 das von ihm verordnete Primogeniturgesetz in Kraft trat, das die Regentschaft dem erstgeborenen Sohn, also Wilhelm, übertrug, setzte sich Kunigunde für die Mitregentschaft Ludwigs ein: "Ich bin ain geborne Fürstin von Österreich, und hab einen Fürsten von Bayrn genommen, und bei demselben jung Fürsten, und nit Graven erworben, oder Pastard ...". Ihr Engagement, das von Maximilian I. unterstützt wurde, führte im Jahr 1514 zum Ziel, als Wilhelm sich mit Ludwig auf eine gemeinsame Regierung einigte.
Die Jahre seit dem Tod Albrechts verbrachte Kunigunde in dem Frauenkloster der 3. Regel des hl. Franziskus bei St. Christof "im Bittrich". Dieses so genannte Püttrich-Kloster profitierte von dem Ansehen, das ihm durch Kunigundes Aufenthalt sowie durch eine Stiftung Maximilians I. erwuchs. Während dieser Zeit im Kloster konnte Herzogin Kunigunde die damals bekannte religiöse Hochstaplerin Anna Laminit (1480-1518) "entlarven". Kunigunde lud Anna, die unter anderem vorgab, seit 1498 keinerlei Nahrung zu sich genommen zu haben, 1512 in das Püttrich-Kloster ein. Durch eine mit Löchern präparierte Tür beobachteten Kunigunde und ihre Mitschwestern, wie Anna mitgebrachtes Gebäck und Obst aß.
Kunigunde, die ohne Einwilligung ihres Vaters Albrecht IV. von Bayern geheiratet hatte, trat nach dessen Tod 1512 in das Püttrich-Kloster in München ein. Trotzdem nahm sie weiterhin aktiv an der Politik ihrer Söhne teil, wie ihr Engagement für die Mitregentschaft Ludwigs zeigt, die sie mit Hilfe der Stände bei Wilhelm V. durchsetzen konnte.
Als Kunigunde zwei Jahre alt war, starb ihre Mutter, Eleonore von Portugal. Da der Kaiser in einen Konflikt mit dem ungarischen König Matthias Corvinus geraten war, empfand er Wien als zu riskanten Aufenthaltsort für seine Tochter und schickte Kunigunde deshalb 1480 nach Graz, was sich wiederum bald als zu gefährlich herausstellte. Schließlich kam Kunigunde nach Innsbruck in die Obhut von Erzherzog Sigmund von Tirol. Sigmund, kinderlos und hoch verschuldet, wurde von den bayerischen Herzögen Albrecht IV. und Georg finanziell unterstützt, da diese auf eine Überschreibung Tirols spekulierten. Um dieses Vorhaben zu forcieren, heiratete Albrecht am 3.1.1487 Kunigunde in Innsbruck, nur mit der Einwilligung Sigmunds und Maximilians, dem Bruder Kunigundes, jedoch ohne die Zustimmung des Kaisers. Kurz darauf zogen die Vermählten feierlich in München ein. (Die Spannungen die sich aufgrund dieser Heirat zwischen Albrecht und Friedrich erheblich vergrößert hatten, konnten erst 1492 durch die Vermittlung Maximilans beigelegt werden, wenngleich dies für Albrecht den Verlust Tirols und Regensburgs bedeutete.)
Aus der Ehe Kunigundes, die seither am Münchner Hof lebte, mit Albrecht gingen sieben Kinder hervor, darunter die drei Söhne Wilhelm IV., Ludwig X. und Ernst (später Administrator von Passau und Salzburg). Als nach dem Tod Albrechts 1508 das von ihm verordnete Primogeniturgesetz in Kraft trat, das die Regentschaft dem erstgeborenen Sohn, also Wilhelm, übertrug, setzte sich Kunigunde für die Mitregentschaft Ludwigs ein: "Ich bin ain geborne Fürstin von Österreich, und hab einen Fürsten von Bayrn genommen, und bei demselben jung Fürsten, und nit Graven erworben, oder Pastard ...". Ihr Engagement, das von Maximilian I. unterstützt wurde, führte im Jahr 1514 zum Ziel, als Wilhelm sich mit Ludwig auf eine gemeinsame Regierung einigte.
Die Jahre seit dem Tod Albrechts verbrachte Kunigunde in dem Frauenkloster der 3. Regel des hl. Franziskus bei St. Christof "im Bittrich". Dieses so genannte Püttrich-Kloster profitierte von dem Ansehen, das ihm durch Kunigundes Aufenthalt sowie durch eine Stiftung Maximilians I. erwuchs. Während dieser Zeit im Kloster konnte Herzogin Kunigunde die damals bekannte religiöse Hochstaplerin Anna Laminit (1480-1518) "entlarven". Kunigunde lud Anna, die unter anderem vorgab, seit 1498 keinerlei Nahrung zu sich genommen zu haben, 1512 in das Püttrich-Kloster ein. Durch eine mit Löchern präparierte Tür beobachteten Kunigunde und ihre Mitschwestern, wie Anna mitgebrachtes Gebäck und Obst aß.