Sohn von Herzog Wilhelm IV. von Bayern und Jacobaea Maria von Baden; seit 1546 verheiratet mit Anna von Österreich (Tochter von König Ferdinand I.).
Albrecht, der zu Beginn seiner Regierungszeit einen gemäßigten Kurs gegenüber den Protestanten eingeschlagen hatte, wurde später zu einem wichtigen Gegenreformator. Zu diesem Zweck holte er auch die Jesuiten, denen er 1557 die Führung der Universität Ingolstadt übertragen hatte, 1559 nach München.
Albrecht war ein bedeutender Kunstsammler und -förderer. Er ließ mit dem Antiquarium das erste Museum nördlich der Alpen bauen und holte den berühmten Musiker und Komponisten Orlando di Lasso an die Hofkapelle.
Der streng katholisch erzogene Albrecht begann mit zwölf Jahren sein Studium in Ingolstadt, wo er eine humanistische Bildung erfuhr. Die im Jahr 1546 geschlossene Ehe mit Anna von Österreich, der Tochter König Ferdinands I., führte zu einer Verbesserung des Verhältnisses zum Haus Habsburg, als Albrecht 1550 mit 22 Jahren die Regierung übernahm. So bewahrte Albrecht 1551/52 beim Fürstenaufstand gegen Karl V. Neutralität.
In seinen ersten Regierungsjahren schlug Albrecht einen gemäßigten Kurs in der Konfessionsfrage ein. 1553 trat er dem Heidelberger Bund, der sich aus protestantischen und katholischen Fürsten zusammensetzte, bei. Auch der Augsburger Religionsfriede von 1555, wonach es dem jeweiligen Landesherrn überlassen blieb die Religion seiner Untertanen zu bestimmen, wirkte sich auf die um Ausgleich bemühte Politik Albrechts aus. Im gleichen Jahr bat Herzog Albrecht V. den Papst um die Bewilligung des so genannten Laienkelchs (auch Laien sollten Brot und Wein in der Eucharistie empfangen dürfen), die Zulassung verheirateter Geistlicher sowie die Lockerung des Fastengebots. Dieses Anliegen wurde vom Papst streng abgewiesen. Als aber die Einführung einer neuen Steuer von den protestantischen Ständen massiv bekämpft wurde, verfasste Albrecht 1556 zur Besänftigung eine Deklaration, wonach das Praktizieren des Laienkelchs vorerst nicht mehr bestraft werden sollte. Dieses Zugeständnis führte zu einer erneuten Ausbreitung der evangelischen Lehre.
In den folgenden Jahren begann Albrecht mit seiner streng gegenreformatorischen Politik. 1558 nahm er in einem Religionsmandat alle Neuerungen, mit Ausnahme des Laienkelchs, wieder zurück, die Lehre Luthers sollte vollkommen unterdrückt, ihre Anhänger ausgewiesen werden. Durch eine große Landesvisitation sollte gleichzeitig die alte Kirche reformiert werden. Die Jesuiten, denen Albrecht 1557 ein Kolleg in Ingolstadt sowie die Führung der Universität übertragen hatte, sollten die innere Reform der Kirche im Wesentlichen durchführen. 1559 holte Albrecht sie mit dem Versprechen der Gründung eines weiteren Kollegs nach München. Mit ihrer Hilfe wurde eine straffe Neuorganisation des Schulwesens verwirklicht.
Eine lutherisch eingestellte Adelsfronde aus 40 bis 50 Adelsfamilien versuchte 1563 nach dem Landtag in Ingolstadt Widerstand gegen Albrecht zu leisten und forderte die Freigabe der lutherischen Lehre für Bayern. Albrecht, der eine Verschwörung befürchtete, stellte die Anführer vor Gericht und verbot 1571 auch ein für allemal den Laienkelch, obwohl dafür mittlerweile die Erlaubnis des Papstes vorlag. Damit waren die Ansätze einer Duldung reformatorischen Gedankenguts endgültig vernichtet.
Albrechts Liebe zu den Künsten spiegelt sich in dessen reger Auftraggeberschaft wider. Er berief Orlando di Lasso zum Hofkapellmeister, wodurch München zu einem hochrangigen Zentrum der europäischen Renaissancemusik wurde, und beschäftigte wiederholt den bedeutenden Maler Hans Mielich. Er begründete die Hofbibliothek und Münzsammlung und ließ für seine Kunstsammlung das Antiquarium der Münchner Residenz errichten, den ersten Museumsbau nördlich der Alpen. Allerdings war es nicht zuletzt diese Leidenschaft, welche die Schuldenlast, die Albrecht schon von seinem Vater übernommen hatte, noch vergrößerte.
Albrecht, der zu Beginn seiner Regierungszeit einen gemäßigten Kurs gegenüber den Protestanten eingeschlagen hatte, wurde später zu einem wichtigen Gegenreformator. Zu diesem Zweck holte er auch die Jesuiten, denen er 1557 die Führung der Universität Ingolstadt übertragen hatte, 1559 nach München.
Albrecht war ein bedeutender Kunstsammler und -förderer. Er ließ mit dem Antiquarium das erste Museum nördlich der Alpen bauen und holte den berühmten Musiker und Komponisten Orlando di Lasso an die Hofkapelle.
Der streng katholisch erzogene Albrecht begann mit zwölf Jahren sein Studium in Ingolstadt, wo er eine humanistische Bildung erfuhr. Die im Jahr 1546 geschlossene Ehe mit Anna von Österreich, der Tochter König Ferdinands I., führte zu einer Verbesserung des Verhältnisses zum Haus Habsburg, als Albrecht 1550 mit 22 Jahren die Regierung übernahm. So bewahrte Albrecht 1551/52 beim Fürstenaufstand gegen Karl V. Neutralität.
In seinen ersten Regierungsjahren schlug Albrecht einen gemäßigten Kurs in der Konfessionsfrage ein. 1553 trat er dem Heidelberger Bund, der sich aus protestantischen und katholischen Fürsten zusammensetzte, bei. Auch der Augsburger Religionsfriede von 1555, wonach es dem jeweiligen Landesherrn überlassen blieb die Religion seiner Untertanen zu bestimmen, wirkte sich auf die um Ausgleich bemühte Politik Albrechts aus. Im gleichen Jahr bat Herzog Albrecht V. den Papst um die Bewilligung des so genannten Laienkelchs (auch Laien sollten Brot und Wein in der Eucharistie empfangen dürfen), die Zulassung verheirateter Geistlicher sowie die Lockerung des Fastengebots. Dieses Anliegen wurde vom Papst streng abgewiesen. Als aber die Einführung einer neuen Steuer von den protestantischen Ständen massiv bekämpft wurde, verfasste Albrecht 1556 zur Besänftigung eine Deklaration, wonach das Praktizieren des Laienkelchs vorerst nicht mehr bestraft werden sollte. Dieses Zugeständnis führte zu einer erneuten Ausbreitung der evangelischen Lehre.
In den folgenden Jahren begann Albrecht mit seiner streng gegenreformatorischen Politik. 1558 nahm er in einem Religionsmandat alle Neuerungen, mit Ausnahme des Laienkelchs, wieder zurück, die Lehre Luthers sollte vollkommen unterdrückt, ihre Anhänger ausgewiesen werden. Durch eine große Landesvisitation sollte gleichzeitig die alte Kirche reformiert werden. Die Jesuiten, denen Albrecht 1557 ein Kolleg in Ingolstadt sowie die Führung der Universität übertragen hatte, sollten die innere Reform der Kirche im Wesentlichen durchführen. 1559 holte Albrecht sie mit dem Versprechen der Gründung eines weiteren Kollegs nach München. Mit ihrer Hilfe wurde eine straffe Neuorganisation des Schulwesens verwirklicht.
Eine lutherisch eingestellte Adelsfronde aus 40 bis 50 Adelsfamilien versuchte 1563 nach dem Landtag in Ingolstadt Widerstand gegen Albrecht zu leisten und forderte die Freigabe der lutherischen Lehre für Bayern. Albrecht, der eine Verschwörung befürchtete, stellte die Anführer vor Gericht und verbot 1571 auch ein für allemal den Laienkelch, obwohl dafür mittlerweile die Erlaubnis des Papstes vorlag. Damit waren die Ansätze einer Duldung reformatorischen Gedankenguts endgültig vernichtet.
Albrechts Liebe zu den Künsten spiegelt sich in dessen reger Auftraggeberschaft wider. Er berief Orlando di Lasso zum Hofkapellmeister, wodurch München zu einem hochrangigen Zentrum der europäischen Renaissancemusik wurde, und beschäftigte wiederholt den bedeutenden Maler Hans Mielich. Er begründete die Hofbibliothek und Münzsammlung und ließ für seine Kunstsammlung das Antiquarium der Münchner Residenz errichten, den ersten Museumsbau nördlich der Alpen. Allerdings war es nicht zuletzt diese Leidenschaft, welche die Schuldenlast, die Albrecht schon von seinem Vater übernommen hatte, noch vergrößerte.