Biografien
Menschen aus Bayern

Hans Christoph Vöhlin von Frickenhausen, Freiherr zu Illertissen und Neuburg an der Kammel

geboren: 1521
gestorben: 14.7.1576

Sohn von Erhard II. Vöhlin von Frickenhausen, Freiherr zu Illertissen und Neuburg an der Kammel, und Helena von Albersdorf; seit 1543 verheiratet mit Veronika, Freifrau von Freyberg-Eisenberg, Haldenwang und Neidlingen.

Das Geschlecht der Vöhlin unterteilte sich in verschiedene Linien, wovon eine patrizische in Memmingen und Augsburg ansässig war, während eine freiherrliche Linie, aus der auch Hans Christoph Vöhlin stammte, in Illertissen und Neuburg `lebte.
Hans Christoph Vöhlin von Frickenhausen studierte um das Jahr 1536 an der Universität Ingolstadt. Schon früh hatte er den Rang eines kaiserlichen und erzherzoglichen Rates erreicht. Im August 1559 wurde ihm als neuem Besitzer von Illertissen und Neuburg von Kaiser Ferdinand in Augsburg der Blutbann verliehen, der ihm erlaubte innerhalb seiner Herrschaft, auch über das "Blut", also schwere Verbrechen, zu richten. Mehrfach wurde Vöhlin von Kaiser und Erzherzog mit speziellen Aufgaben beauftragt. So wurde er in Kommissionen berufen, die mit der Untersuchung bestimmter Streitfälle betraut waren. 1564 sollte er sich im Auftrag Kaiser Ferdinands I. bei der Reichsritterschaft und dem Adel des Landes Schwaben darum bemühen, dass diese die im Zuge der so genannten Grumbachschen Händel über Wilhelm von Grumbach verhängte Reichsacht akzeptieren.
Im Jahr 1566 war Hans Christoph Vöhlin bei Erzherzog Ferdinand von Tirol beschäftigt. Ein Brief aus dem Jahr 1571 zeugt davon, dass Vöhlin Herzog Albrecht V. von Bayern ein Darlehen von 20.000 Gulden gewährte.
Durch den kontinuierlichen Erwerb kleinerer Güter konnte Hans Christoph Vöhlin, der mit seiner Frau Veronika sieben Söhne und acht Töchter hatte, seinen Besitz in und um Illertissen und Neuburg stetig vergrößern.