Biografien
Menschen aus Bayern

Franz Xaver Gabelsberger Stenograf

geboren: 09.02.1789, München
gestorben: 04.01.1849, München

  • Sohn eines Musikinstrumentenbauers
  • Ausbildung in den Benediktinerabteien Ettal und Ottobeuren sowie am Kurfürstlichen Gymnasium München
  • Lehre in der Steindruckerei von Aloys Senefelder
  • 1809 Eintritt in die Generaladministration der Stiftungen und Kommunen als Schreiber
  • 1810 Kanzlist in der Regierung des Isarkreises
  • 1813 Übertritt in die Kanzlei der Zentral-Stiftungskasse
  • 1818 Vorstellung eines selbst entwickelten Kurzschriftalphabets
  • Anstellung als erster Stenograf, später als Leiter des Stenographischen Büros der Bayerischen Ständeversammlung
  • 1823 Beförderung zum Geheimen Ministerialsekretär
  • 1825 unter König Ludwig I. zunächst in den Ruhestand versetzt, ab 1826 als Sekretär im Statistischen Büro des Innenministeriums tätig
  • Gabelsberger schuf mit seiner "Anleitung der deutschen Redezeichenkunst oder Stenographie" einen Standard, der sich durch große Prägnanz (Wort- und Silbenkürzung, Kursivierung) auszeichnete
  • Lehrtätigkeit in Kurzschrift an Universität und Polytechnikum in München
  • Zur internationalen Anerkennung und Durchsetzung des von Gabelsberger entwickelten Kurzschriftsystems trug wesentlich der 1849 nach seinem Tod gegründete und bis heute bestehende Stenographen-Zentralverein Gabelsberger e.V. bei. Sein System wurde 1924 von der Deutschen Einheitskurzschrift abgelöst.