geboren: 25.04.1851,
Kolmsdorf/Walsdorf
gestorben: 09.02.1917,
München
Wirkungsort:
Bamberg | Regensburg | Augsburg | München
Eduard Silbermann wurde als Sohn eines Tuchmachers geboren, der durch den Textilhandel zu Wohlstand gekommen war, und wuchs im fünf Kilometer westlich von Bamberg gelegenen Bischberg in einem orthodox-jüdischen Elternhaus auf. Das Gymnasium in Bamberg schloss er mit dem Abitur ab und wurde für seine hervorragenden Leistungen mit einer Goldmedaille geehrt. Anschließend studierte er Jura und wurde 1879 als erster Jude in Deutschland zum Staatsanwalt ernannt. Nach Stationen an Gerichten in Regensburg und Augsburg wurde Silbermann nach München versetzt, wo er als Senatspräsident beim Oberlandesgericht München tätig war. Auszüge aus seinen autobiographischen Aufzeichnungen "Erinnerungen 1851-1917", deren Manuskript das Leo-Baeck-Institut verwahrt, wurden 1979 von Monika Richarz publiziert.
(Stefan W. Römmelt)
Literatur
- Klaus Guth: Eduard Silbermann (1851-1917). Erinnerungen an Kindheit und Jugend in der orthodoxen jüdischen Landgemeinde Bischberg bei Bamberg. Zum Gedenken an den 100. Todestag, in: Sabine Wüst (Hg.): Schätze der Welt aus landeshistorischer Perspektive. Festschrift zum 65. Geburtstag von Wolfgang Wüst. St. Ottilien 2018, S. 619–630.
- Eduard Silbermann: Erinnerungen 1851–1917 (Auszug). In: Monika Richarz (Hrsg.): Jüdisches Leben in Deutschland. Band 1: Selbstzeugnisse zur Sozialgeschichte 1780–1871. Stuttgart 1979, S. 160–176.
Weiterführende Links
Quellen
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