geboren: 21.12.1885,
Würzburg
gestorben: 05.01.1963,
Heidelberg
Sohn des Juristen und Landgerichtspräsidenten Ferdinand v. Heimerich (1843-1916). Über die freireligiöse Gemeinde Bayerns, die er zeitweilig leitet, stößt Hermann Heimerich 1911 zur SPD in Nürnberg. Bereits 1914 für dieselbe ins Gemeindekollgegium gewählt. 1916 Eintritt in den Nürnberger Kommunaldienst. Im März 1919 als erster Sozialdemokrat zum hauptamtlichen Magistratsrat ernannt, im Mai zum berufsmäßigen Stadtrat gewählt. Dort bald als Sozialpolitiker anerkannt. Aufbau u.a. des Wohlfahrts-, Jugend- und Gesundheitsamtes der Stadt Nürnberg. Als Freund des Oberbürgermeisters -> H. Luppe wird er wie dieser von den Nationalsozialisten unter -> Streicher seit 1924 attackiert. 1925 weicht er diesem Kampf durch die Übernahme der Zweiten Bürgermeisterstelle in Kiel aus. 1928 Wahl zum Oberbürgermeister von Mannheim. Dort im Frühjahr 1933 von den Nationalsozialisten aus dem Amt vertrieben. 1933-45 Arbeit als freischaffender Volkswirt; 1946 Grüdnung der Zeitschrift 'Der Betriebs-Berater'. 1945 kurzzeitig als von der US-Besatzungsbehörde als Regierungspräsident in Neustadt an der Weinstraße eingesetzt. 1949 Leiter der 'Instituts zur Förderung öffentlicher Angelegenheiten' in Frankfurt a. M. 1949-55 erneut Oberbürgermeister von Mannheim.
(ch)