geboren: 23.10.1877,
Stettin (heute: Szczecin/Polen)
gestorben: 08.09.1951,
unbekannt
- Abitur am Wilhelmsgymnasium München, Jurastudium in München
- Gerichtslaufbahn: Amtsgerichtssekretär in München, Ernennung zum Landgerichtsdirektor in Regensburg, Landgerichtspräsident in Schweinfurt, Landgerichtsrat in Amberg
- Im Ersten Weltkrieg Leutnant d.L., Kriegsgerichtsrat
- Seit 1920 persönlich mit Hitler bekannt; seit 1921 und wieder nach der Neugründung 1927 Mitglied der NSDAP; sammelte als Oberamtsrichter in Scheinfeld 700 Unterschriften für die Freilassung Hitlers aus der Haft in Landsberg
- 1932-1933 Mitglied des Bayerischen Landtags, u.a. tätig in den Ausschüssen für Verfassungsfragen und Wahlprüfungen; Mitglied des Staatsgerichtshofs
- Ab 1933 Ministerialrat im Justizministerium in Berlin
- 1936 Vizepräsident des Volksgerichtshofs
- Ab 1942 Ministerialdirektor im Reichsjustizministerium als Leiter der Abteilung XV (zuständig für die Überstellung "asozialer" Strafgefangener an die Polizei)
- Als Angeklagter bei den Nürnberger Prozessen krankheitsbedingt für verhandlungsunfähig erklärt
Lit.: Gruchmann, Lothar: Justiz im Dritten Reich 1933-1940. Anpassung und Unterwerfung in der Ära Gürtner, 3. verb. Aufl. Berlin 2002, S. 233f.Eichmüller, Andreas: Keine Generalamnestie. Die strafrechtliche Verfolgung von NS-Verbrechen in der frühen Bundesrepublik, München 2012, S. 283 f.
Tuchel, Johannes: „...und ihrer aller wartet der Strick.“ Das Zellengefängnis Lehrter Str. 3 nach dem 20. Juli 1944, Berlin 2014, S. 186 f. (Schriften der Gedenkstätte Deutscher Widerstand A 7)