Sohn von Herzog Ludwig IX. dem Reichen und Amalia von Sachsen; seit 1475 verheiratet mit Hedwig von Polen, Tochter von König Kasimir IV. von Polen.
Die prunkvolle Vermählung Herzog Georgs mit der polnischen Königstochter Hedwig wird bis in die Gegenwart alle drei Jahre in der "Landshuter Hochzeit" nachgespielt.
Herzog Georg, der anfangs eine gemeinsame Hausmachtpolitik mit seinem Münchner Vetter Albrecht IV. verfolgt hatte, beschwor mit seiner Missachtung der Wittelsbacher Erbverträge den Landshuter Erbfolgekrieg 1504/05 herauf.
Dreizehn Jahre lang war Georg unter der Aufsicht seiner Mutter in Burghausen erzogen worden, bis er 1468 feierlich in Landshut eingeführt und daraufhin von seinem Vater in die Regierungsgeschäfte einbezogen wurde. Im Jahr 1475 wurde Georg mit der polnischen Königstochter Hedwig verheiratet. Das Fest, an dem zahlreiche deutsche Fürsten teilnahmen, war so glanzvoll und aufwendig, dass es bis in die Gegenwart fasziniert und alle drei Jahre in Landshut nachgespielt wird.
1479 trat Georg die Nachfolge seines Vaters Ludwig IX. in der Regierung von Bayern-Landshut und dem damit vereinigten Bayern-Ingolstadt an. Wenig später machte er Friedrich Mauerkircher, der in Wien, Padua und Bologna studiert hatte, zu seinem Kanzler und verhalf diesem für die Zeit von 1479 bis 1482 auf den Bischofsstuhl von Passau.
Georg versuchte das Beamten- und Rechtswesen nach dem Vorbild des Römischen Rechts zu reformieren, was allerdings aufgrund des Widerstands der Landstände zum Teil scheiterte. Ein aufkeimender Konflikt mit dem neu gegründeten Schwäbischen Bund konnte im Dinkelsbühler Vertrag 1489 friedlich beigelegt werden. 1491 führte Georg eine neue Landesordnung ein, die 1501 ergänzt wurde. Mit seinem Vetter Albrecht IV. von Bayern-München verfolgte er eine gemeinsame bayerische Hausmachtpolitik und konnte dadurch die Markgrafschaft Burgau erwerben.
Da Georgs drei Söhne schon früh gestorben waren, setzte dieser seine Tochter als Alleinerbin ein. Dies stellte einen Verstoß gegen die Wittelsbacher Erbverträge dar, wonach beim Aussterben der männlichen Linie Landshut an München und damit an Albrecht IV. hätte fallen müssen. Als König Maximilian eine Vermählung seines Sohnes Philipp mit Georgs Tochter Elisabeth in Aussicht stellte, überließ Georg - in der Hoffnung auf die Bestätigung seines Testaments - dem König die Markgrafschaft Burgau und leistete ihm Kriegsgefolge nach Ungarn (1490), nach Italien (1496) und in die Niederlande (1499). Nachdem Maximilian aber das Heiratsversprechen nicht erfüllte, verheiratete Georg seine Tochter mit Ruprecht von der Pfalz, der dadurch in den Besitz von Bayern-Landshut kommen sollte. Damit hatte Georg den leidvollen Landshuter Erbfolgekrieg heraufbeschworen, der von 1504 bis 1505 stattfand und letztlich zu Gunsten Albrechts IV. von Bayern-München entschieden wurde.
Unter der Regierung Georgs des Reichen wurde die Martinskirche in Landshut vollendet sowie das Schloss von Leiningen a.d. Donau ausgebaut. Georgs Stiftung des so genannten "Georgianums", eines Priesterseminares an der Ludwig-Maximilians-Universität in Ingolstadt, besteht noch heute in München fort.
Die prunkvolle Vermählung Herzog Georgs mit der polnischen Königstochter Hedwig wird bis in die Gegenwart alle drei Jahre in der "Landshuter Hochzeit" nachgespielt.
Herzog Georg, der anfangs eine gemeinsame Hausmachtpolitik mit seinem Münchner Vetter Albrecht IV. verfolgt hatte, beschwor mit seiner Missachtung der Wittelsbacher Erbverträge den Landshuter Erbfolgekrieg 1504/05 herauf.
Dreizehn Jahre lang war Georg unter der Aufsicht seiner Mutter in Burghausen erzogen worden, bis er 1468 feierlich in Landshut eingeführt und daraufhin von seinem Vater in die Regierungsgeschäfte einbezogen wurde. Im Jahr 1475 wurde Georg mit der polnischen Königstochter Hedwig verheiratet. Das Fest, an dem zahlreiche deutsche Fürsten teilnahmen, war so glanzvoll und aufwendig, dass es bis in die Gegenwart fasziniert und alle drei Jahre in Landshut nachgespielt wird.
1479 trat Georg die Nachfolge seines Vaters Ludwig IX. in der Regierung von Bayern-Landshut und dem damit vereinigten Bayern-Ingolstadt an. Wenig später machte er Friedrich Mauerkircher, der in Wien, Padua und Bologna studiert hatte, zu seinem Kanzler und verhalf diesem für die Zeit von 1479 bis 1482 auf den Bischofsstuhl von Passau.
Georg versuchte das Beamten- und Rechtswesen nach dem Vorbild des Römischen Rechts zu reformieren, was allerdings aufgrund des Widerstands der Landstände zum Teil scheiterte. Ein aufkeimender Konflikt mit dem neu gegründeten Schwäbischen Bund konnte im Dinkelsbühler Vertrag 1489 friedlich beigelegt werden. 1491 führte Georg eine neue Landesordnung ein, die 1501 ergänzt wurde. Mit seinem Vetter Albrecht IV. von Bayern-München verfolgte er eine gemeinsame bayerische Hausmachtpolitik und konnte dadurch die Markgrafschaft Burgau erwerben.
Da Georgs drei Söhne schon früh gestorben waren, setzte dieser seine Tochter als Alleinerbin ein. Dies stellte einen Verstoß gegen die Wittelsbacher Erbverträge dar, wonach beim Aussterben der männlichen Linie Landshut an München und damit an Albrecht IV. hätte fallen müssen. Als König Maximilian eine Vermählung seines Sohnes Philipp mit Georgs Tochter Elisabeth in Aussicht stellte, überließ Georg - in der Hoffnung auf die Bestätigung seines Testaments - dem König die Markgrafschaft Burgau und leistete ihm Kriegsgefolge nach Ungarn (1490), nach Italien (1496) und in die Niederlande (1499). Nachdem Maximilian aber das Heiratsversprechen nicht erfüllte, verheiratete Georg seine Tochter mit Ruprecht von der Pfalz, der dadurch in den Besitz von Bayern-Landshut kommen sollte. Damit hatte Georg den leidvollen Landshuter Erbfolgekrieg heraufbeschworen, der von 1504 bis 1505 stattfand und letztlich zu Gunsten Albrechts IV. von Bayern-München entschieden wurde.
Unter der Regierung Georgs des Reichen wurde die Martinskirche in Landshut vollendet sowie das Schloss von Leiningen a.d. Donau ausgebaut. Georgs Stiftung des so genannten "Georgianums", eines Priesterseminares an der Ludwig-Maximilians-Universität in Ingolstadt, besteht noch heute in München fort.