Sohn von Erzherzog Philipp I. dem Schönen und Johanna der Wahnsinnigen von Kastilien; Bruder von Kaiser Ferdinand I.; Verheiratet seit 1526 mit seiner Cousine Isabella von Portugal.
Karl, der das Herzogtum Burgund, die Niederlande sowie die spanische Krone und damit alle Eroberungen in Amerika geerbt hatte, beherrschte seit seiner Wahl zum römisch-deutschen König 1519 ein "Reich, in dem die Sonne nicht untergeht". Seine Außenpolitik war vor allem durch den Konkurrenzkampf zu Frankreich bestimmt. Karls wichtigstes innenpolitisches Ziel war die Rückführung der Protestanten zur alten Kirche, die er durch die Einberufung des Konzils von Trient zu verwirklichen hoffte.
Karl verbrachte Kindheit und Jugend am Hof seiner Tante Margarethe von Österreich im Schloß Mecheln bei Brüssel. Dort wurde Karl, der Französisch und Flämisch sprach, von erstklassigen Lehrern erzogen, wie Adrian Florszoon (dem späteren Papst Hadrian VI.) und Guillaume de Croy, der ihn in die ritterliche Lebensweise einführte. Die Regeln des Ordens vom Goldenen Vlies, als dessen Oberhaupt Karl in Tradition der burgundischen Herzöge von Kind an galt, bildeten für diese Erziehung den Maßstab.
Im Jahr 1506 starb sein Vater König Philipp I., woraufhin Karl die Herrschaftsrechte über die Niederlande und Burgund erhielt. Nach dem Tod Ferdinands von Aragon, seinem Großvater mütterlicherseits, wurde Karl 1516 dessen Nachfolger als König von Spanien und Neapel-Sizilien. Als er deshalb 1517 nach Spanien reiste, besuchte er erstmals seine ihm bis dahin unbekannte Mutter Johanna ("die Wahnsinnige"), die aufgrund einer Geisteskrankheit in Tordesillas untergebracht war, und deren Erbansprüche er noch ausschalten musste. Mit Antritt der Königsherrschaft fielen ihm gleichzeitig auch die Eroberungen Spaniens in Amerika zu.
1519, mit dem Tod Maximilians I., brach zwischen Karl und dem französischen König Franz I. eine Konkurrenz um die Nachfolge des Kaisers aus. Mit Hilfe eines Kredits vom Augsburger Bankhaus Fugger in Höhe von 800.000 Gulden konnte Karl die Kurfürsten bestechen und damit die Wahl zu seinen Gunsten beeinflussen. Einstimmig gewählt, wurde Karl am 23.10.1520 in Aachen zum römisch-deutschen König gekrönt. Sein Herrschaftsgebiet war nun so groß, dass Karl selbst von einem "Reich, in dem die Sonne nicht untergeht" sprach. Regierung und Verwaltung erforderten dadurch ein hohes Maß an Schriftverkehr und das Einsetzen von Vertrauenspersonen, wie Karls Geschwister oder seine Tante, als Stellvertreter und Sachverwalter.
1521 eröffnete der Kaiser den Wormser Reichstag, zu dem er auch Martin Luther eingeladen hatte. Da Luther seine Lehre dort allerdings standhaft verteidigte, verhängte Karl V. am 8. Mai die Reichsacht über ihn, die Verbreitung seiner Lehren wurde verboten. Außerdem überließ Karl seinem Bruder Ferdinand auf demselben Reichstag die ererbten habsburgischen Besitzungen.
Im gleichen Jahr begannen jahrzehntelange kriegerische Auseinandersetzungen zwischen dem französischen König Franz I. und Kaiser Karl V., die ihre Ursache nicht zuletzt in dem ungerechten Wettkampf um die römisch-deutsche Königskrone hatten. Von Frankreich begonnene Grenzkriege konnte Karl 1525 in der Schlacht bei Pavia mit einem Sieg beenden. König Franz verbündete sich daraufhin mit dem Papst und den Herzögen von Mailand, Florenz und Venedig in der Liga von Cognac gegen die "spanische Übermacht". 1527, im "Sacco di Roma" (Sturm auf Rom), eroberte jedoch das kaiserliche Heer Rom und schloss den Papst in der Engelsburg ein. Nach der Plünderung und Brandschatzung Roms durch Landsknechte kapitulierte der Papst. 1529 handelten Karls Tante Margarethe und die Mutter des französischen Königs, Luise von Savoyen, den so genannten Damenfrieden von Cambrai aus. Doch auch in den folgenden Jahrzehnten gab es noch drei weitere Kriege zwischen dem Kaiser und Frankreich (1536/38, 1542/44 und 1552/53).
Karl gelang es, sich mit dem Papst in Italien auszusöhnen und wurde von diesem 1530 in Bologna als letzter deutscher König zum Kaiser gekrönt. Im darauf folgenden Jahr setzte Karl die Wahl seines Bruders Ferdinand zum römisch-deutschen König durch. Die Regierung der Niederlande überließ er seiner Schwester Maria von Ungarn.
1531 schlossen sich die protestantischen Reichsstände, die seit dem Reichstag in Augsburg ein militärisches Eingreifen des Kaisers befürchteten, im Schmalkaldischen Bund zusammen. Karl hoffte jedoch die Protestanten durch ein Konzil für die alte Kirche zurückgewinnen zu können und übte in diesem Sinne immer wieder Druck auf Papst Clemens VII. und später auf Paul III. aus, bis es schließlich 1545 zur Eröffnung des Konzils von Trient (Tridentinum) kam. Doch schon im Vorfeld gab es verschiedene Unstimmigkeiten, weshalb die Protestanten sich weigerten, überhaupt am Konzil teilzunehmen. Daraufhin brach 1546 der Schmalkaldische Krieg zwischen dem Schmalkaldischen Bund auf der einen Seite und einem Bündnis von Kaiser, Papst, Bayern und Moritz von Sachsen auf der anderen Seite aus, den Karl 1547 durch seinen Sieg in der Schlacht bei Mühlberg beenden konnte. Die protestantischen Stände mussten 1548 auf dem Reichstag von Augsburg dem Interim zustimmen, das - bei einem Zugeständnis von Laienkelch und Priesterehe - die Rückkehr zur alten Kirche forderte. Karl hatte zu diesem Zeitpunkt den Höhepunkt seiner Macht erreicht, die 1551 durch eine Fürstenverschwörung einen tiefen Einbruch erlitt. Moritz von Sachsen wechselte plötzlich die Seite und ging ein Bündnis mit den früheren Gegnern ein, dem sich auch Frankreich anschloss. Dadurch konnten sie Karl zum Vertrag von Passau zwingen, der die Aufhebung des Augsburger Interims bedeutete.
Karl V. zog sich nach dieser Niederlage aus der Politik zurück und überließ König Ferdinand I. die Reichsgeschäfte. Auf dem Reichstag von 1555 wurde mit dem Augsburger Religionsfrieden der Gedanke an eine Religionseinheit endgültig aufgegeben. Karl jedoch unterzeichnete diesen Vertrag nicht, sondern überließ dies Ferdinand. Am 25.10.1555 verkündete der gebrochene und kranke Kaiser in Brüssel offiziell seine Abdankung. Im Januar 1556 übergab er Neapel, Sizilien, Mailand und Spanien seinem Sohn Philipp und im September seinem Bruder Ferdinand das Kaisertum.
Karl verbrachte die letzten eineinhalb Jahre seines Lebens vollkommen zurückgezogen in Yuste (Spanien), in unmittelbarer Nähe eines Hieronimitenklosters, wo er am 21.9.1558 starb.
Karl, der das Herzogtum Burgund, die Niederlande sowie die spanische Krone und damit alle Eroberungen in Amerika geerbt hatte, beherrschte seit seiner Wahl zum römisch-deutschen König 1519 ein "Reich, in dem die Sonne nicht untergeht". Seine Außenpolitik war vor allem durch den Konkurrenzkampf zu Frankreich bestimmt. Karls wichtigstes innenpolitisches Ziel war die Rückführung der Protestanten zur alten Kirche, die er durch die Einberufung des Konzils von Trient zu verwirklichen hoffte.
Karl verbrachte Kindheit und Jugend am Hof seiner Tante Margarethe von Österreich im Schloß Mecheln bei Brüssel. Dort wurde Karl, der Französisch und Flämisch sprach, von erstklassigen Lehrern erzogen, wie Adrian Florszoon (dem späteren Papst Hadrian VI.) und Guillaume de Croy, der ihn in die ritterliche Lebensweise einführte. Die Regeln des Ordens vom Goldenen Vlies, als dessen Oberhaupt Karl in Tradition der burgundischen Herzöge von Kind an galt, bildeten für diese Erziehung den Maßstab.
Im Jahr 1506 starb sein Vater König Philipp I., woraufhin Karl die Herrschaftsrechte über die Niederlande und Burgund erhielt. Nach dem Tod Ferdinands von Aragon, seinem Großvater mütterlicherseits, wurde Karl 1516 dessen Nachfolger als König von Spanien und Neapel-Sizilien. Als er deshalb 1517 nach Spanien reiste, besuchte er erstmals seine ihm bis dahin unbekannte Mutter Johanna ("die Wahnsinnige"), die aufgrund einer Geisteskrankheit in Tordesillas untergebracht war, und deren Erbansprüche er noch ausschalten musste. Mit Antritt der Königsherrschaft fielen ihm gleichzeitig auch die Eroberungen Spaniens in Amerika zu.
1519, mit dem Tod Maximilians I., brach zwischen Karl und dem französischen König Franz I. eine Konkurrenz um die Nachfolge des Kaisers aus. Mit Hilfe eines Kredits vom Augsburger Bankhaus Fugger in Höhe von 800.000 Gulden konnte Karl die Kurfürsten bestechen und damit die Wahl zu seinen Gunsten beeinflussen. Einstimmig gewählt, wurde Karl am 23.10.1520 in Aachen zum römisch-deutschen König gekrönt. Sein Herrschaftsgebiet war nun so groß, dass Karl selbst von einem "Reich, in dem die Sonne nicht untergeht" sprach. Regierung und Verwaltung erforderten dadurch ein hohes Maß an Schriftverkehr und das Einsetzen von Vertrauenspersonen, wie Karls Geschwister oder seine Tante, als Stellvertreter und Sachverwalter.
1521 eröffnete der Kaiser den Wormser Reichstag, zu dem er auch Martin Luther eingeladen hatte. Da Luther seine Lehre dort allerdings standhaft verteidigte, verhängte Karl V. am 8. Mai die Reichsacht über ihn, die Verbreitung seiner Lehren wurde verboten. Außerdem überließ Karl seinem Bruder Ferdinand auf demselben Reichstag die ererbten habsburgischen Besitzungen.
Im gleichen Jahr begannen jahrzehntelange kriegerische Auseinandersetzungen zwischen dem französischen König Franz I. und Kaiser Karl V., die ihre Ursache nicht zuletzt in dem ungerechten Wettkampf um die römisch-deutsche Königskrone hatten. Von Frankreich begonnene Grenzkriege konnte Karl 1525 in der Schlacht bei Pavia mit einem Sieg beenden. König Franz verbündete sich daraufhin mit dem Papst und den Herzögen von Mailand, Florenz und Venedig in der Liga von Cognac gegen die "spanische Übermacht". 1527, im "Sacco di Roma" (Sturm auf Rom), eroberte jedoch das kaiserliche Heer Rom und schloss den Papst in der Engelsburg ein. Nach der Plünderung und Brandschatzung Roms durch Landsknechte kapitulierte der Papst. 1529 handelten Karls Tante Margarethe und die Mutter des französischen Königs, Luise von Savoyen, den so genannten Damenfrieden von Cambrai aus. Doch auch in den folgenden Jahrzehnten gab es noch drei weitere Kriege zwischen dem Kaiser und Frankreich (1536/38, 1542/44 und 1552/53).
Karl gelang es, sich mit dem Papst in Italien auszusöhnen und wurde von diesem 1530 in Bologna als letzter deutscher König zum Kaiser gekrönt. Im darauf folgenden Jahr setzte Karl die Wahl seines Bruders Ferdinand zum römisch-deutschen König durch. Die Regierung der Niederlande überließ er seiner Schwester Maria von Ungarn.
1531 schlossen sich die protestantischen Reichsstände, die seit dem Reichstag in Augsburg ein militärisches Eingreifen des Kaisers befürchteten, im Schmalkaldischen Bund zusammen. Karl hoffte jedoch die Protestanten durch ein Konzil für die alte Kirche zurückgewinnen zu können und übte in diesem Sinne immer wieder Druck auf Papst Clemens VII. und später auf Paul III. aus, bis es schließlich 1545 zur Eröffnung des Konzils von Trient (Tridentinum) kam. Doch schon im Vorfeld gab es verschiedene Unstimmigkeiten, weshalb die Protestanten sich weigerten, überhaupt am Konzil teilzunehmen. Daraufhin brach 1546 der Schmalkaldische Krieg zwischen dem Schmalkaldischen Bund auf der einen Seite und einem Bündnis von Kaiser, Papst, Bayern und Moritz von Sachsen auf der anderen Seite aus, den Karl 1547 durch seinen Sieg in der Schlacht bei Mühlberg beenden konnte. Die protestantischen Stände mussten 1548 auf dem Reichstag von Augsburg dem Interim zustimmen, das - bei einem Zugeständnis von Laienkelch und Priesterehe - die Rückkehr zur alten Kirche forderte. Karl hatte zu diesem Zeitpunkt den Höhepunkt seiner Macht erreicht, die 1551 durch eine Fürstenverschwörung einen tiefen Einbruch erlitt. Moritz von Sachsen wechselte plötzlich die Seite und ging ein Bündnis mit den früheren Gegnern ein, dem sich auch Frankreich anschloss. Dadurch konnten sie Karl zum Vertrag von Passau zwingen, der die Aufhebung des Augsburger Interims bedeutete.
Karl V. zog sich nach dieser Niederlage aus der Politik zurück und überließ König Ferdinand I. die Reichsgeschäfte. Auf dem Reichstag von 1555 wurde mit dem Augsburger Religionsfrieden der Gedanke an eine Religionseinheit endgültig aufgegeben. Karl jedoch unterzeichnete diesen Vertrag nicht, sondern überließ dies Ferdinand. Am 25.10.1555 verkündete der gebrochene und kranke Kaiser in Brüssel offiziell seine Abdankung. Im Januar 1556 übergab er Neapel, Sizilien, Mailand und Spanien seinem Sohn Philipp und im September seinem Bruder Ferdinand das Kaisertum.
Karl verbrachte die letzten eineinhalb Jahre seines Lebens vollkommen zurückgezogen in Yuste (Spanien), in unmittelbarer Nähe eines Hieronimitenklosters, wo er am 21.9.1558 starb.