Biografien
Menschen aus Bayern

Prof. Dr. chir. Johann Adam Schmidt Mediziner

geboren: 12.10.1759, Aub b. Würzburg
gestorben: 19.02.1809, Wien

Chirurgische Ausbildung in Würzburg. 1778 im Zuge des Bayerischen Erbfolgekrieges Tätigkeit als Unterchirurg in einem mährischen Feldlager, wo Johann Alexander von Brambilla auf sein chirurgisches Können aufmerksam wird. In der Folgezeit Förderung durch diesen und 1784 Ernennung zum Oberchirurgen. 1789 Promotion an der medizinisch-chirurgischen Josephs-Akademie in Wien zum Dr. chir. Anschließend Ausbildung in der Ophthalmologie bei Joseph Barth. 1795 Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina. Hier als Brambillas Sekretär weitere Beschäftigung mit der Augenheilkunde, später Tätigkeit als Anatomischer Prosektor und ao. Professor der Anatomie. 1796 Professor der Pathologie, Therapie und Materia medica. Nach Ausbruch des Krieges gegen Napoleon Leitung des österreichischen Sanitätswesens in Norditalien. 1809 Mitreferent des Sanitätsdepartements beim Hofkriegsrat. Veröffentlichung u. a. der ophthalmologischen Studien "Ueber die Krankheiten der Thränenorgane" (1803) und "Ueber Nachtstar und Iritis nach Staroperationen" (1801). Allgemein anerkannt als einer der besten Staroperateure seiner Zeit. Prägung der Fachtermini "Pharmakodynamik" und "Pharmakognosie". Verbindungen zur romantischen Naturphilosophie. Mitglied verschiedener Akademien und gelehrter Gesellschaften. Freundschaft mit Ludwig van Beethoven. (ch)