geboren: 12.03.1832,
Haigerloch
gestorben: 28.01.1928,
Kloster Beuron
Sohn eines Schreiners. Nach einer Lehre in der väterlichen Werkstatt Studium an der Akademie der Bildenden Künste in München. Anschließend freier Bildhauer. 1859-62 Professor für Bildhauerei an der Nürnberger Kunstgewerbeschule. Jedoch Abbruch dieser Tätigkeit, nachdem er bei einer Studienreise nach Italien die Prinzipien einer radikalen Erneuerung der Bildenden Kunst entwickelt hat. In der Folgezeit v. a. Bestreben, seine neuen Vorstellungen auf dem Gebiet der religiösen Kunst zu realisieren. 1872 Eintritt in das Benediktinerkloster Beuron. Im Rahmen des Ordens Umsetzung einiger seiner Entwürfen, u. a. ab 1899 bei der Ausstattung der Krypta von Montecassino. Anerkannt als Begründer und Haupt der "Beuroner Kunstschule". Seine Abkehr vom Prinzip einer möglichst naturgetreuen Nachahmung hin zu einer abstrahierenden Darstellungsweise nimmt bereits viele Ideen der europäischen Avantgarde vorweg. (ch)