geboren: 25.04.1902,
Forst/Lausitz
gestorben: 13.02.1964,
Butzbach/Hessen
Studium der Medizin in Würzburg; 1927 Promotion. 1932 Habilitation für Neurologie, Psychiatrie und Begutachtungswissenschaft. 1933 Eintritt in die NSDAP, 1934 in die SS. 1939 Berufung zum ao. Professor in Würzburg, dann noch im selben Jahr zum o. Professor und Direktor der Universitäts-Nervenklinik. 1940 als Leiter und Hauptgutachter der Reichsarbeitsgemeinschaft Heil- und Pflegestätten medizinischer Hauptverantwortlicher für die Ausführung des nationalsozialistischen Euthanasieprogramms zur Tötung von Behinderten, Fürsorgezöglingen und "Asozialen". Auf Grund seiner Anweisungen Tötung von über 100.000 Patienten mittels Todesspritzen, Unterernährung und Vergasung. 1945 verhaftet, jedoch 1947 Flucht aus der Haft und Neuaufbau einer bürgerlichen Existenz unter dem Namen Franz Sawade in Flensburg-Mürwick. 1959 Entdeckung und erneute Verhaftung. 1964 Selbstmord in seiner Gefängniszelle kurz vor Prozessbeginn. (ch)