geboren: 31.10.1839,
Grönenbach bei Memmingen
gestorben: 24.08.1914,
München
Studium der Medizin in Würzburg; 1867 Promotion. Anschließend für ein Jahr Assistent an der Irrenanstalt Werneck. Weitere psychiatrische Studien in Wien und Berlin. 1873 Direktor der Kreis-Irrenanstalt Deggendorf. 1884 o. Professor und Direktor der Psychiatrischen Klinik im Juliusspital in Würzburg. 1886 nach dem Tod seines Schwiegervaters -> Bernhard von Gudden, mit dem er zusammen das Gutachten über den Geisteszustand König Ludwigs II. erstellt hatte, Direktor der Psychiatrie in München sowie Leiter der Kreis-Irrenanstalt von Oberbayern. Ab 1887 Leibarzt des schwer nervenkranken Königs Otto I. von Bayern. 1891 Aufnahme in das Medizinische Komitee der Universität München. Ab 1896 als Obermedizinalrat im Innenministerium Leiter der Bayerischen Medizinalverwaltung. Mitglied des Kaiserlischen Gesundheitsamtes und des Reichsgesundheitsrats. Seit 1887 Mitglied der Deutschen Gesellschaft der Naturforscher Leopoldina. Forschungen u.a. zu den Phänomenen Aphasie, Halluzination, Zwangsvorstellungen und verminderte Zurechnungsfähigkeit. Vater des Radiologen Rudolf Grashey. (ch)