Biografien
Menschen aus Bayern

Prof. Dr. Richard August Carl Emil (Rufname: Emil) Erlenmeyer Chemiker

geboren: 28.06.1825, Wehen (heute zu Taunusstein)
gestorben: 22.01.1909, Aschaffenburg

Sohn eines Evangelischen Dekans. Ab 1845 Studium der Pharmazie und Chemie in Gießen und Heidelberg. 1847-51 Assistent in einer Wiesbadener Apotheke, dann Apotheker. 1857 Privatdozent, 1863 ao. Professor der Chemie an der Universität Heidelberg. 1868-83 o. Professor der Allgemeinen Chemie an der TH München. 1870 Aufnahme in die Bayerische Akademie der Wissenschaften. Nach seiner Pensionierung Privatgelehrter in Frankfurt a. M., ab 1893 in Aschaffenburg. Große wissenschaftliche Verdienste, u.a. um die Verbreitung der modernen Atomtheorie und der Avogradoschen Hypothese sowie um die Erforschung von Mehrfachbindungen in der Organischen Chemie. Eine seiner Entdeckungen ist als 'Erlenmeyer'sche Regel' in die Literatur eingegangen. Zahlreiche Veröffentlichungen, darunter ein 'Lehrbuch der Organischen Chemie' (3 Bd.e, 1867-94, zusammen mit Richard Meyer, Otto Hecht, Heinrich Goldschmidt und Karl von Buchka). In der Labortechnik Einführung des nach ihm benannten 'Erlenmeyer-Kolben'. (ch)