Biografien
Menschen aus Bayern

Dr. med. Wilhelm Daniel Joseph Koch Arzt, Botaniker

geboren: 05.03.1771, Kusel/Pfalz
gestorben: 14.11.1849, Erlangen

Beamtensohn; Bruder des Försters und Zoologen Karl Ludwig Koch. Besuch des Gymnasiums in Zweibrücken. Ab 1790 Studium der Medizin, daneben der Naturwissenschaften, insbesondere der Botanik, an den Universitäten Jena, Marburg und Gießen. 1794 Promotion zum Dr. med. 1795 Praktischer Arzt in Trarbach a. d. Mosel. 1797 Oberamtsrat in Kaiserslautern, 1816 dort Kreis- und Kantonsarzt. Ausgedehnte Exkursionen zum intensiven Studium der heimischen Flora sowie der Vogel- und Insektenwelt. Nach seiner allseits anerkannten Bearbeitung von J. C. Röhlings dreibändigem Werk 'Deutschlands Flora' erhält er 1824 gleichzeitig von Erlangen und Heidelberg einen Ruf als Professor der Botanik; Annahme in Erlangen. 1837 erscheint sein Hauptwerk 'Synopsis florae Germaniae...' mit der exakten Beschreibung von 3210 wildwachsenden Pflanzen, das seinen Ruf als "Deutschlands größter Florist" festigt. Direktor des Botanischen Gartens und Begründer der Freilandanlagen im Schlosspark in Erlangen. Abgeordneter der Universität im Landrat von Mittelfranken, 1832-1842 Präsident. Mitglied u.a. der Leopoldina, Korrespondierendes Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften seit 1821. Eine Chenopodiaceen-Gattung ist nach ihm benannt. (ch)