geboren: 01.11.1902,
Babenhausen
gestorben: 26.03.1987,
München
Sohn des Lehrers und Kirchenmusikers Ludwig Jochum; Bruder der Dirigenten -> Georg Ludwig Jochum und des Komponisten Otto Jochum. Besuch des Gymnasiums und der Musikschule in Augsburg. Ab 1922 Kompositions- und Orgelstudium an der Münchener Akademie der Tonkunst bei Emanuel Gatscher, Hermann von Waltershausen und vor allem bei Siegmund v. Hausegger. Bereits während des Studiums Korrepetitor am Münchener Nationaltheater und in Mönchengladbach. 1927-29 Anstellung an der Kieler Oper, dort Erarbeitung eines umfangreichen Opernrepertoires. Wechsel an die Mannheimer Oper, anschließend für zwei Jahre Generalmusikdirektor in Duisburg. 1932-34 Generalmusikdirektor der Städtischen Oper in Berlin. 1934-49 Chefdirigent der Hamburger Philharmoniker und der Staatsoper. 1949 Übernahme des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks, das sich unter seiner Leitung neu formiert. Ab 1953 mehrfach Gastdirigent bei den Bayreuther Wagner-Festspielen sowie an der Bayerischen Staatsoper. 1961-64 zusammen mit Bernhard Haitink Chefdirigent des Amsterdamer Concertgebouw Orchesters. 1969-73 Chefdirigent der Bamberger Symphoniker. Herausragender Interpret der Werke von Johannes Brahms und vor allem von Anton Bruckner, dessen neun Symphonien er erstmals vollständig auf Schallplatte einspielt. 1961 o. Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste. Zahlreiche Auszeichnungen.
(ch)